Italien: Mindestens 13 Flüchtlinge vor Sizilien ertrunken

Vor der Küste Siziliens sind 13 afrikanische Flüchtlinge ertrunken, deren Schiff auf Grund gelaufen war. Sie hatten versucht, schwimmend die Küste zu erreichen.

Sizilianische Provinz Ragusa: Leichenfund am Strand Zur Großansicht
DPA

Sizilianische Provinz Ragusa: Leichenfund am Strand

Sampieri - Touristen alarmierten die Behörden, nachdem sie am Strand von Sampieri in der sizilianischen Gemeinde Scicli nahe Ragusa mehrere Leichen entdeckt hatten. Die leblosen Körper trieben im Wasser.

Insgesamt hätten sich 250 Flüchtlinge auf dem Boot befunden, berichteten die Behörden. Die Polizei nahm zwei Personen fest, bei denen es sich um Schlepper handeln soll.

Wie die römische "Repubblica" berichtet, wurden die um Hilfe schreienden Migranten ins Wasser geworfen und geprügelt - obwohl viele von ihnen nicht schwimmen konnten. Die Schleuser hätten sie mit Seilen geschlagen und mit Messern bedroht, hieß es. Die Mehrzahl der Flüchtlinge stammt der Zeitung zufolge aus Eritrea.

Erst im August waren vor Catania sechs afrikanische Flüchtlinge zu Tode gekommen. Nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR kamen allein in der ersten Hälfte des Jahres knapp 8000 Bootsflüchtlinge nach Italien. Darunter befinden sich viele Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien und aus Nordafrika. Zur Zahl der Schiffbrüchigen, die ums Leben kommen, gibt es nur Schätzungen.

ala/dpa/Reuters

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