Osterfeiern: Italienisches Fernsehen zeigt Turiner Grabtuch live

Ob im Fernsehen oder Internet: Zu Ostern konnten Gläubige für eine halbe Stunde das Turiner Grabtuch auch aus der Ferne betrachten. Papst Franziskus begleitete die Übertragung mit einer Video-Botschaft.

Ausschnitt des Turiner Grabtuchs: Das Antlitz Jesu? Zur Großansicht
Getty Images

Ausschnitt des Turiner Grabtuchs: Das Antlitz Jesu?

Rom - Auch wenn es die katholische Kirche offiziell nur als Ikone und nicht als Reliquie einstuft: Auf zahllose Gläubige übt das Turiner Grabtuch eine enorme Anziehungskraft aus. Der Überlieferung nach bedeckte das gut vier Meter lange Tuch einst den Leichnam Jesu, dessen Antlitz sich auf dem Stoff erhalten haben soll.

Anlässlich der Osterfeierlichkeiten wurde das Tuch nun zum zweiten Mal überhaupt live im Fernsehen gezeigt worden. Es war am Samstag eine halbe Stunde lang auf dem italienischen Sender Rai Uno zu sehen. Auch im Internet wurde das Grabtuch per Livestream gezeigt.

Die erste Fernsehpräsentation des Tuches hatte im November 1973 für Aufsehen gesorgt. Auch als es 2010 in der Kathedrale von Turin ausgestellt wurde, lockte sie zwei Millionen Besucher an.

Der neue Papst Franziskus sagte anlässlich der erneuten Fernsehpräsentation in einer Video-Botschaft, der Abdruck des Gesichts in dem Grabtuch gleiche "den vielen Gesichtern von Männern und Frauen, verletzt von einem Leben, das ihre Würde missachtet, von Kriegen und von Gewalt, welche die Schwächsten trifft". Und doch vermittle "das Gesicht des Grabtuchs großen Frieden". Der Papst zitierte außerdem ein Gebet des heiligen Franz von Assisi, nach dem er sich nach seiner Wahl am 13. März benannt hatte.

Am Abend des Gründonnerstags hatte Franziskus eine Messe in einem Jugendgefängnis in Rom gefeiert und dabei in einer symbolischen Geste die Füße von zwölf Häftlingen gewaschen. Am Karfreitag betete das neue Oberhaupt der katholischen Kirche mit tausenden Gläubigen den Kreuzweg. Am Samstagabend und am Sonntag stehen die Osternacht und die Messe mit dem Segen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis") auf dem Programm des 76-Jährigen.

dab/AFP

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