Tokio - Zugegeben, so wirklich erkennt man noch nicht, was aus dem kleinen Tierbaby einmal werden soll. Auf den ersten Fotos des neugeborenen Pandas erinnert dieser eher an einen Welpen. Doch im Zoo von Tokio ist man entzückt - zählt die Spezies doch zu einer der bedrohtesten weltweit.
Nur 1600 Exemplare leben noch in freier Wildbahn, mehr als 300 weitere sind in Zoos und Tierparks untergebracht. Pandas sind als notorische Einzelgänger und Sexmuffel bekannt, Nachwuchs in Gefangenschaft ist äußerst selten.
Im Ueno-Zoo, dem ältesten in Tokio, hat es nun trotzdem geklappt. Das Baby sei am Donnerstag gegen Mittag zur Welt gekommen, teilte eine Sprecherin mit. Das Geschlecht sei noch unbekannt. Die Mutter ist die siebenjährige Pandabärin Shin Shin. Sie hatte zuletzt wenig Appetit gezeigt und nervös auf Licht und Lärm reagiert. Deshalb vermuteten die Pfleger eine Schwangerschaft und ließen seit Samstag die Besucher nicht mehr an ihr Gehege heran.
Bereits Ende März hatte sich Shin Shin mit ihrem Gatten Ri Ri gepaart, nachdem die beiden gemeinsam in einem nicht einsehbaren Bereich des Zoos untergebracht worden waren. Die Pandas kamen im Februar 2011 als Leihgabe aus China nach Tokio und locken seitdem täglich tausende Neugierige an.
aar/AFP/dapd
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Gesellschaft | RSS |
| alles zum Thema Japan | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH