Kalifornien Lehrer schießt im Klassenzimmer - Schüler verletzt

Ausgerechnet während einer Schulung zum Umgang mit Waffen ist einem US-Lehrer ein fataler Fehler unterlaufen: Aus der Demonstrationswaffe lösten sich unbeabsichtigt Schüsse.


Im nordkalifornischen Seaside ist es zu einem folgenschweren Unfall gekommen: Aus der Waffe eines Lehrers lösten sich versehentlich Schüsse. Wie der Sender CNN berichtet, wurde ein 17-jähriger Schüler leicht verletzt, mutmaßlich durch herabfallende Deckenteile.

Dennis Alexander war gerade dabei, seinen Schülern den sicheren Umgang mit Feuerwaffen zu erklären, als ihm der kapitale Fehler unterlief. Der Lehrer und Hilfspolizist hielt die Waffe in Richtung Zimmerdecke, um zu demonstrieren, dass sie nicht geladen sei. Doch dann lösten sich mutmaßlich mehrere Schüsse.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstag an einer Highschool in der kalifornischen Stadt Seaside. Der Polizei zufolge wurde Alexander vom Schuldienst suspendiert und darf vorläufig auch nicht für die Sand City Police arbeiten.

"Bei diesem Vorfall wurden eindeutig Bestimmungen missachtet", sagte Superintendent PK Diffenbaugh dem Sender KSBW.

Der Vater des verletzten Schülers erklärte, er habe verstanden, dass es sich um einen Unfall gehandelt habe. "Aber es hätte jemand sterben können", sagte Fermin Gonzales. "Es ist so verrückt, ich kann es gar nicht glauben."

Das Vorkommnis habe seine Meinung über Donald Trumps Vorschlag, zukünftig auch Lehrer zu bewaffnen, geändert. "Nach dem heutigen Tag ist mir klar, warum die Leute fordern, an Schulen sollten überhaupt keine Waffen erlaubt sein." In Kalifornien sind Waffen an Schulen prinzipiell verboten - allerdings dürfen Sicherheitsleute und Personen mit Sondergenehmigung trotzdem welche tragen.

Die Schüsse ereigneten sich einen Tag vor einer geplanten landesweiten Anti-Waffen-Demonstration von Schülern und Lehrern. Sie wollen mit ihrem Marsch an die Opfer des jüngsten Schulmassakers an der Stoneman Douglas High School in Florida erinnern, wo am 14. Februar 17 Menschen starben.

ala/AP



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