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Bilanz nach Rosenmontag: 45 angezeigte Sexualdelikte in Köln

Die Kölner Polizei hatte an Karneval reichlich zu tun, insgesamt zählten die Beamten 1100 Einsätze. Der neue Polizeipräsident wertet das als Erfolg.

Rosenmontag in Köln: Karnevalisten trotzen dem Regen Zur Großansicht
DPA

Rosenmontag in Köln: Karnevalisten trotzen dem Regen

In den fünf Tagen zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag wurden in Köln insgesamt 45 Sexualdelikte angezeigt, von Beleidigung bis hin zu Vergewaltigung. Die Beraterinnen am "Security Point für Frauen" wurden nicht in Anspruch genommen.

Insgesamt ist die Kölner Polizei an den Karnevalstagen häufiger eingeschritten als im Vorjahr. So habe es über 800 Platzverweise mehr gegeben als 2015, sagte Polizeidirektor Michael Temme.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr seien doppelt so viele Personen in Gewahrsam und sogar dreimal so viele Menschen festgenommen worden. Die Polizei habe 1100 Einsätze verzeichnet, 200 mehr als im vorigen Jahr.

"Dieses Konzept hat gegriffen"

Der neue Polizeipräsident Jürgen Mathies ist mit dieser Bilanz zufrieden. Im WDR erklärte er, die vielen Einsätze hätten eben auch damit zu tun, dass die Polizei diesmal sehr konsequent eingeschritten sei. "Dieses Konzept, das hat eindeutig gegriffen."

Unter dem Eindruck der sexuellen Übergriffe der Silvesternacht hatte die Kölner Polizei ihre Präsenz massiv verstärkt. Deshalb waren zeitweise doppelt so viele Beamte wie im vergangenen Jahr im Einsatz.

Nachdem der Karnevalsumzug ohne größere Schwierigkeiten über die Bühne ging, muss sich der Deutsche Wetterdienst (DWD) für seine Sturmwarnung rechtfertigen. Sie hatte zu Absagen großer Umzüge etwa in Düsseldorf und Mainz geführt.

"Die Warnungen waren völlig gerechtfertigt", sagte ein DWD-Sprecher. Die Kölner hätten schlicht Glück gehabt, sagte ein DWD-Meteorologe.

Auch am Dienstag mussten einige Umzüge wegen drohender Unwetter und Regen abgesagt werden, etwa im hessischen Dieburg, in Hanau-Großauheim sowie im pfälzischen Ramstein.

Die Düsseldorfer und die Mainzer wollen ihre Umzüge so schnell wie möglich nachholen. In Düsseldorf soll der Termin schon am Abend während des "Närrischen Zapfenstreichs" bekannt gegeben werden, der Mainzer Carneval-Verein will sich für die Entscheidung mehr Zeit nehmen.

lba/dpa

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