Wetter an Karneval Sturmtief "Bennet" bremst Rosenmontagszüge

Verdirbt die Sturmgefahr den Narren den Rosenmontag? In Bottrop ist der Umzug abgesagt worden, in Mainz wurde er kurzzeitig unterbrochen. In Köln ist er mit Einschränkungen gestartet.

Das Kölner Dreigestirn vor dem Start des Rosenmontagszuges
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Das Kölner Dreigestirn vor dem Start des Rosenmontagszuges


Sturmtief "Bennet" bereitet den großen Karnevalshochburgen Düsseldorf und Köln weiter Probleme: Nach einer stürmischen Nacht rechnet der Deutsche Wetterdienst erst am späten Nachmittag mit einer spürbaren Beruhigung der Wetterlage.

Der starke Wind in Düsseldorf und Köln brach Äste von Bäumen ab, Mülltonnen und Baustellenschilder wurden umgeweht. Die Feuerwehr Düsseldorf rückte zu zahlreichen Einsätzen aus. Im münsterländischen Ochtrup ist ein Autofahrer von einem umstürzenden Baum getötet worden.

Umgestürzter Baum in Düsseldorf
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Umgestürzter Baum in Düsseldorf

Auch am Vormittag wurden im Rheinland noch Windstärken von 8 bis 9 erwartet, sagte eine Meteorologin. "Je weiter man in den Nachmittag geht, desto mehr schwächt sich der Wind ab."

Wie sieht es in den einzelnen Karnevalshochburgen aus? Ein Überblick:

In Düsseldorf entschieden sich die Veranstalter aufgrund der Wetterprognosen, den "Zoch" 90 Minuten später als geplant um 13.30 Uhr starten zu lassen. In diesem Jahr sind keine Pferde dabei.

Im rheinland-pfälzischen Koblenz beginnt der Rosenmontagsumzug ebenfalls später. Statt um 12.11 Uhr ist der Zug erst um 14.11 Uhr gestartet. Zudem wurde die Koblenzer Strecke um einen Kilometer verkürzt. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Wagen vor Einbruch der Dunkelheit zurückkommen.

In Köln ist der Zug pünktlich um 10 Uhr gestartet - aber nur mit Einschränkungen: Auf tragbare Großfiguren, Fahnen, Schilder, Pferde und Kutschen wird verzichtet. Das hat das Festkomitee Kölner Karneval bereits am Wochenende entschieden. Alle großen Motivwagen sollen aber mitfahren. Der Kölner Rosenmontagszug ist der größte in Deutschland.

In Mainz hat der Zug um 11.11 Uhr begleitet von heftigem Wind begonnen, wurde jedoch kurz darauf laut Polizei gestoppt. Wenige Minuten später gab es Entwarnung und der Zug konnte fortgesetzt werden.

Auch in Mainz gibt es aus Sicherheitsgründen Einschränkungen: Der Zug findet ohne Pferde statt. Große Fahnen werden dieses Jahr nicht mitgeführt.

Auch den kleinen Karnevalszügen machte das Wetter zu schaffen. In Bottrop wurde der Umzug abgesagt. Die Gefahr durch den Sturm sei zu groß, sagte Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler. In Fulda fand ebenfalls kein Umzug statt. Die Polizei teilte mit, dass ein Rosenmontagszug "unverantwortlich" gewesen wäre. In der osthessischen Stadt seien Bäume umgestürzt und Ziegel von den Dächern geweht worden.

In Duisburg und Ratingen bei Düsseldorf wurden die Züge verschoben und starteten erst um 15.11 Uhr. In Aachen ging es um 12.11 Uhr los und damit eine Stunde später als geplant. Der Zug in Münster wurde um zwei Stunden auf 14.11 Uhr aufgeschoben.

cop/dpa/AFP



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