Katholikentag Dreyer dringt auf mehr Offenheit für Protestanten bei Kommunion

In Münster beginnt der Katholikentag. Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert ein Zugehen auf die Protestanten beim Thema Kommunion. Schließlich sei man eine Christengemeinde.

Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD)
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Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD)


Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) wünscht sich eine größere Offenheit in der katholischen Kirche für die Teilnahme protestantischer Ehepartner an der Kommunion.

Sie sagte anlässlich des Beginns des Katholikentages in Münster: "Dass Protestanten mit der Kommunion etwas anderes verbinden als Katholiken, unterscheidet uns, aber trotzdem sind wir letztlich eine Christengemeinde, der beide Ehepartner durch das Sakrament der Taufe angehören."

Dreyer hofft demnach auf eine Annäherung. Es sei eine Sache der Kirche, zu Lösungen zu kommen. "Als Mitglied des Zentralkomitees der Katholiken bin ich davon überzeugt, dass es gerade bei Ehepartnern mit protestantischem und katholischem Glauben durchaus als Wunde empfunden wird, dass die katholische Kirche nicht offener damit umgeht und man als Ehepartner nicht die Möglichkeit hat, gemeinsam zur Kommunion zu gehen."

Die Deutsche Bischofskonferenz hatte im Februar entschieden, dass Ehepaare unterschiedlicher Konfessionen im Einzelfall gemeinsam an der Eucharistie teilnehmen dürfen. Dann kam es jedoch zum Bruch: Sieben Bischöfe - darunter der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki - wandten sich an den Vatikan gegen die Entscheidung vom Februar. Der Vatikan rief die Bischöfe daraufhin zu einer gemeinsamen Lösung auf. Dreyer betonte mit Blick auf die Gemeinden: "In der Praxis in unseren Kirchengemeinden erleben wir schon sehr viel Offenheit."

ala/dpa



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