Katholische Kirche: Papst macht Woelki zum Kardinal

Papst Benedikt XVI. ernennt zwei Deutsche zu Kardinälen. Einer von ihnen ist der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki, der unter deutschen Katholiken durchaus umstritten ist. Viele halten ihn für zu konservativ. 

Rainer Maria Woelki: Im August 2011 noch Kölner Weihbischof, künftig Kardinal Zur Großansicht
dapd

Rainer Maria Woelki: Im August 2011 noch Kölner Weihbischof, künftig Kardinal

Rom - Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki, 55, und der in Rom tätige jesuitische Theologe Karl Josef Becker, 84, werden Kardinäle. Das kündigte Papst Benedikt XVI. am Freitag in Rom an. Die Zeremonie der Ernennung, das feierliche Konsistorium, werde für den 18. und 19. Februar im Vatikan vorbereitet.

Woelki wird einer der jüngsten Kardinäle sein. Unter deutschen Katholiken ist er durchaus umstritten. Der 55-Jährige, der im August 2011 überraschend zum Berliner Erzbischof ernannt und damit Nachfolger des verstorbenen Kardinals Georg Sterzinsky wurde, gilt als sehr konservativ.

Woelki wurde am 18. August 1956 in Köln geboren. Nach seinem Studium in Bonn und Freiburg wurde er 1985 im Alter von 28 Jahren zum Priester geweiht. Von 1990 bis 1997 war er Kaplan und Sekretär von Erzbischof Kardinal Joachim Meisner. Am 24. Februar 2003 wurde Woelki von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in Köln ernannt, die Bischofsweihe empfing er am 30. März 2003.

Becker ist jesuitischer Theologe und Berater der Glaubenskongregation - und wird vom Papst besonders geschätzt. Er wird einer der ältesten Kardinäle sein. Da er über 80 Jahre alt ist, ist der frühere Professor an der Päpstlichen Gregoriana-Universität in Rom bei der Papstwahl nicht stimmberechtigt.

Mit Woelki und Beckers Erhebung in den Kardinalsrang steigt die Zahl der deutschen Kardinäle in diesem angesehenen Kollegium auf neun. Insgesamt erhebt Benedikt 22 Kardinäle aus Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika zu Purpurträgern.

Die Kardinäle sind die höchsten Würdenträger nach dem Papst und dessen wichtigste Ratgeber. Sie wählen das Kirchenoberhaupt traditionell aus ihrer Mitte, Kandidaten von außen sind aber möglich.

siu/dpa

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1. er vertritt die Lehre der Kirche..
güti 06.01.2012
Zitat von sysopPapst Benedikt XVI. ernennt zwei neue deutsche Kardinäle. Einer von ihnen ist der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki, der unter deutschen*Katholiken durchaus umstritten ist. Vielen halten ihn für zu konservativ.* Katholische Kirche: Papst macht Woelki zum Kardinal - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,807576,00.html)
und ist glaubwürdig... wer ist den "deutschen Katholiken" nicht "zu Konservativ"... Margot Käßmann? Die sogenannten "deutschen Katholiken" sind die Verbandskatholiken die sowieso am Ende sind.(ZDK, BDKJ)
2. Gute Wahl
Dani1987 06.01.2012
Zitat von sysopPapst Benedikt XVI. ernennt zwei neue deutsche Kardinäle. Einer von ihnen ist der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki, der unter deutschen*Katholiken durchaus umstritten ist. Vielen halten ihn für zu konservativ.* Katholische Kirche: Papst macht Woelki zum Kardinal - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,807576,00.html)
Was bedeutet "zu konservativ" ? Umstritten, weil Woelki konservativ eingestellt ist ? Papst Benedikt ist in meinen Augen ebenfalls - zum Glück - konservativ eingestellt. Alles andere bedeutet nur Zerfall einer großen traditionsreichen Kirche. Mit der Wahl Woelkis zum Kardinal tritt Benedikt den Kräften entgegen, übrigens vornehmlich aus Deutschland, die die katholische Kirche nachhaltig verändern wollen. P.S. ich möchte in der katholischen weder Frauen als Bischöfinnen sehen, noch denke ich das das Zölibat abgeschafft gehört. Wem diese Kirche so wie sie ist nicht gefällt, kann ja austreten.
3. ohne
Asirdahan 06.01.2012
Zitat von sysopPapst Benedikt XVI. ernennt zwei neue deutsche Kardinäle. Einer von ihnen ist der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki, der unter deutschen*Katholiken durchaus umstritten ist. Vielen halten ihn für zu konservativ.* Katholische Kirche: Papst macht Woelki zum Kardinal - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,807576,00.html)
"Insgesamt erhebt Benedikt 22 Kardinäle aus Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika zu Purpurträgern." Dieser Satz allein entlarvt diese Institution, um nicht ein schlimmeres Wort zu verwenden. Purpurträger! Jesus hatte sich seinerzeit mit der Priesterkaste überworfen, die ähnlichen Prunk und ähnliche Strukturen lebte. Er würde sich im Grabe umdrehen. Aber dort liegt er ja angeblich nicht mehr.
4. Gute Wahl
Dani1987 06.01.2012
Zitat von sysopPapst Benedikt XVI. ernennt zwei neue deutsche Kardinäle. Einer von ihnen ist der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki, der unter deutschen*Katholiken durchaus umstritten ist. Vielen halten ihn für zu konservativ.* Katholische Kirche: Papst macht Woelki zum Kardinal - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,807576,00.html)
Was bedeutet "zu konservativ" ? Umstritten, weil Woelki konservativ eingestellt ist ? Papst Benedikt ist in meinen Augen ebenfalls - zum Glück - konservativ eingestellt. Alles andere bedeutet nur Zerfall einer großen traditionsreichen Kirche. Mit der Wahl Woelkis zum Kardinal tritt Benedikt den Kräften entgegen, übrigens vornehmlich aus Deutschland, die die katholische Kirche nachhaltig verändern wollen. P.S. ich möchte in der katholischen weder Frauen als Bischöfinnen sehen, noch denke ich das das Zölibat abgeschafft gehört. Wem diese Kirche so wie sie ist nicht gefällt, kann ja austreten.
5. Genau
frigor 06.01.2012
Zitat von Dani1987Wem diese Kirche so wie sie ist nicht gefällt, kann ja austreten.
Wer Änderungen will, hat in dieser Kirche nichts verloren. (Ist ironisch gemeint). Ihr Vorschlag wird ja seit längerem von Gläubigen befolgt.
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