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Katholische Kirche: Vatikan erkennt Exorzistenorganisation an

Francesco Bamonte (Archiv): "Exorzismus ist eine Form der Nächstenliebe" Zur Großansicht
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Francesco Bamonte (Archiv): "Exorzismus ist eine Form der Nächstenliebe"

Sie befreien eigenen Angaben zufolge "Besessene" vom "Satan" - nun auch mit dem Segen des Heiligen Stuhls. Der Vatikan hat die Internationale Vereinigung der Exorzisten offiziell anerkannt.

Rom - Die Internationale Vereinigung der Exorzisten gilt nun offiziell als private rechtsfähige Gesellschaft. Der Vatikan erkannte die Gruppierung an und gab damit rund 250 Priestern in 30 Ländern seinen Segen. Das teilte die Kleruskongregation mit. Die Exorzisten befreien nach eigenen Angaben "Besessene" vom "Satan". Die Praktiken und Statuten der AIE sind nun seit Mitte Juni offiziell gebilligt.

Papst Franziskus hat mehrfach erklärt, es sei notwendig, den "Satan" und "Dämonen" zu bekämpfen. Die erste Vereinigung der Teufelsaustreiber wurde von Gabriele Amorth in Italien gegründet. Amorth war 30 Jahre lang der Chefexorzist des Vatikan und beschrieb intensive Sitzungen, in denen "Besessene" geschrien, Gott gelästert und Glasscherben gespuckt haben sollen. 1991 gründete er zunächst eine Exorzistenvereinigung in Italien. Es folgten Treffen mit Priestern aus anderen Ländern, schließlich entstand die AIE.

Deren Leiter, Francesco Bamonte, zeigte sich in der Vatikan-Zeitung "L'Osservatore Romano" erfreut über die päpstliche Anerkennung: "Das ist ein Grund zur Freunde für die ganze Kirche. Exorzismus ist eine Form der Nächstenliebe, die den Leidenden hilft." Exorzismus in der katholischen Kirche sei keine gewaltsame Teufelsaustreibung, sondern der Versuch, Formen der Besessenheit mit einem religiösen Ritus anzugehen.

wit/AFP/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 87 Beiträge
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1. Ach Franz
marxtutnot 03.07.2014
Vielversprechende Ansätze und jetzt wieder ins Mittelalter. Wär zu schön gewesen, alter Kathole.
2. Unfassbar
weltenbummler1 03.07.2014
Als Außenstehender liest sich das alles sehr lustig. Als Katholik würde ich mich fragen was der Quatsch soll.
3. Papst Franziskus: "es gibt den Teufel"
atech 03.07.2014
damit war doch zu rechnen, nachdem der neue Papst Franziskus glaubt: "Es gibt den Teufel, auch im 21. Jahrhundert. Auch wir sind Angriffsziel des Teufels. Der Satan ist das Prinzip dieser Welt" http://www.domradio.de/themen/ethik-und-moral/2014-04-11/papst-franziskus-warnt-vor-dem-boesen-und-entschuldigt-sich-bei Besorgniserregend sind in einer Welt, in der es immer noch Glaubenskriege gibt, auch Aussprüche wie dieser: "Wer nicht zu Gott betet, betet zum Teufel" - ein Zitat aus der allerersten Papstmesse. http://www.domradio.de/themen/papst-franziskus/2013-03-14/erste-papstmesse-mit-franziskus Diese Denkweise, die alles Böse, das in der Welt geschieht, einem nicht-menschlichen "Verursacher" zuordnet anstatt zu erkennen, dass es kriminelle Menschen gibt, entlastet den Verbrecher. Der Kinderschänder ist damit nicht mehr selbst für seine Taten verantwortlich, sondern der Bedauernswerte ist das Opfer einer Fantasiegestalt...des personifizierten Bösen. Gleichzeitig wird durch das Postulat eines Gegenspielers auch Gott entlastet: nicht Gott bringt Unheil über die Menschen, sondern der Teufel. Nicht Gott sündigt durch Unterlassen, sondern der Satan durch sein Tun. Was für ein imaginäres Paralleluniversum... An alle Gläubigen: nicht-religiöse Menschen beten weder zum Teufel noch zu sonst einer Fantasiegestalt. Sie beten überhaupt nicht. Sie glauben schlicht und ergreifend nicht an Fantasiewesen. Und im Gegensatz zu anderen Menschen übernehmen sie selbst Verantwortung für ihr Tun. Jeder rationale, gebildete Gläubige sollte den Aberglauben, den der Papst verkündet, ablehnen.
4. Hurra, hurra!
skeptizistikerin 03.07.2014
Wo sind sie jetzt, die neuen Pabstbejubler?
5. Notwendiger Schritt
Zaphod 03.07.2014
Durch die Anerkennung der Gruppe durch den Vatikan wird sich die internationale Vernetzung der Exorzisten erheblich intensivieren, so dass von einer wesentlichen Qualitätsverbesserung der Exorzismen weltweit ausgegangen werden kann. Außerdem wird den Ratsuchenden ein Hinweis gegeben, an welche Priester sie sich am Besten wenden, sollten Angehörige oder Freunde einen Exorzismus benötigen. Sicherlich werden Priester, die nicht der Organisation angehören, nun nur noch schwerlich Gelegenheit finden, einen Exorzismus durchzuführen. Aber da ein schlecht ausgeführter Exorzismus bekanntlich vollkommen wirkungslos ist, muss dies nicht bedauert werden. Ein dunkler Tag für Satan!
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