Von Julia Jüttner und Benjamin Schulz
Hamburg - Sie wollen nur das Beste für ihre Kinder - und schießen häufiger übers Ziel hinaus: Bei der Bildung ihrer Sprösslinge geben sich viele Eltern kompromisslos. David und Marie sollen schließlich optimal gefördert werden. Dafür verlangen Eltern viel von Kindertagesstätten und Schulen.
Wenn sich die Kleinen dann langsamer als gewünscht entwickeln oder ihre Leistungen nicht den Erwartungen von Mama und Papa entsprechen, wächst der Druck. Jedes vermeintliche Defizit ist ein potentieller Grund für Hysterie, jede schlechte Note ein Drama.
Unter dem Druck leiden die Kinder ebenso wie das Klima in Kitas und Schulen. Und Eltern nehmen auch Personen, die den Kleinen bei ihrer Entwicklung helfen sollen, ins Visier. Dann müssen sich Erzieher rechtfertigen, warum Anderthalbjährige noch Windeln tragen und Lehrer werden wegen vermeintlich zu harter Zensuren in die Zange genommen.
SPIEGEL ONLINE hat Personen gefragt, die bei ihrer Arbeit an Schulen und in einer Kindertagesstätte mit allzu ehrgeizigen Eltern konfrontiert sind - und protokolliert, welchen Druck Mama und Papa ausüben.
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