US-Bundesstaat Pennsylvania Gläubige feiern Zeremonie mit AR-15-Gewehren

Sie kamen mit Schusswaffen in ihre Kirche und trugen Kronen aus Patronen: Eine Religionsgemeinschaft in Pennsylvania hat eine Zeremonie mit halbautomatischen AR-15-Gewehren veranstaltet - begleitet von Protesten.


Die Anhänger der "World Peace and Unification Sanctuary"-Kirche haben in der Stadt Newfoundland im US-Bundesstaat Pennsylvania einen Gottesdienst mit Schusswaffen veranstaltet. Die Mitglieder waren dazu aufgerufen worden, am Mittwoch ihre AR-15-Gewehre mit in die Kirche zu bringen - und das taten sie.

Dieser Waffentyp, so glauben die Anhänger, würde den "Herrscherstil der eisernen Faust" der biblischen Johannesoffenbarung symbolisieren. Die Zeremonie sei bereits Monate vor dem Amoklauf in Parkland Mitte Februar geplant worden, sagten die Veranstalter. Die Waffen sollten ihren Angaben zufolge während der Zeremonie gesichert und nicht geladen sein.

Bei dem Massaker an der Highschool in Parkland nutzte der Schütze laut den Behörden ein AR-15-Gewehr, er erschoss 17 Menschen. Im Anschluss hat sich in den USA die Debatte um strengere Waffenrechte verschärft. Gerade erst haben die US-Unternehmen Walmart und Dick's Sporting Goods angekündigt, Waffen und Munition nur noch an Kunden zu verkaufen, die mindestens 21 Jahre alt sind (mehr zu den schärferen Regeln der Unternehmen lesen Sie hier).

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US-Bundesstaat Pennsylvania: Die AR-15-Zeremonie

"World Peace and Unification Sanctuary" spaltete sich vor Jahren von der auch als Moon-Bewegung bekannten Vereinigungskirche ab. Die hatte sich bereits im Vorfeld der Zeremonie von dem Vorhaben distanziert: Ihre Veranstaltungen und Lehren involvierten keine Waffe, hieß es.

Die Vereinigungskirche und ihre Abspaltungen werden häufig als Sekten bezeichnet. Ihre Lehren bauen auf einer Offenbarung auf, die Sun Myung Moon von Jesus Christus gehabt haben will.

aar/AP

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