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Sorge vor Fußball-Hooligans: Karnevalsfeier in Köln abgesagt

In Köln ist eine Karnevalsveranstaltung abgesagt worden - nach Angaben der Veranstalter aus Angst vor Hooligans. In der Nähe findet am kommenden Freitag ein Fußballspiel der dritten Liga statt. Ein betroffener Verein weist die Darstellung zurück.

Aus Sorge vor Hooligans ist die für kommenden Freitag geplante Karnevalsveranstaltung "Kölschfest Jung un Jeck" abgesagt worden. Das teilten die Organisatoren auf Facebook mit. An allen anderen Tagen bis zum 7. Februar sollen die geplanten Veranstaltungen im Rahmen des "Kölschfest" wie geplant über die Bühne gehen.

Hintergrund der Absage ist der Mitteilung zufolge die Drittliga-Partie zwischen Fortuna Köln und Hansa Rostock, die am Freitag um 19 Uhr unweit des Veranstaltungsortes angepfiffen wird. Die Kölner Polizei erwarte bei dem Fußballspiel eine große Zahl gewaltbereiter Hansa-Hooligans, wie der "Kölner Stadtanzeiger" berichtete. Man habe sich bereits am Dienstag auf eine Absage der Karnevalsfeier geeinigt, da die Sicherheit der Besucher nicht gewährleistet sei.

Hansa Rostock widerspricht dieser Darstellung. Am Samstagnachmittag erklärte der Verein in einer "Richtigstellung", dass die Absage der Karnevalsveranstaltung nicht auf das Drittliga-Spiel zurückgehen würde. "Im Rahmen der üblichen Sicherheitsabsprachen zwischen den verantwortlichen Behörden und der jeweiligen Sicherheitsbeauftragten beider Vereine, die im Vorfeld jeder Drittliga-Partie stattfinden, gab es von keiner Seite einen Hinweis, dass die Veranstaltung aufgrund des Spiels abgesagt werden muss", wird Hansas Vorstandsvorsitzender Markus Kompp zitiert.

hut/sid

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