Medellín - Pablo Escobar war der Boss der Drogenbosse, Kolumbiens Staatsfeind Nummer eins und bis zu seinem Tod 1993 einer der meistgejagten Verbrecher der Welt: Er schaffte es in Medellín an die Spitze des mächtigen Kartells, das in den achtziger Jahren weltweit den Großteil des Kokainhandels kontrollierte und Kolumbiens zweitgrößte Stadt zum Synonym für Drogenterror machte. An seinem 44. Geburtstag starb er auf der Flucht im Kugelhagel der Polizei.
So berüchtigt Escobar zu seinen Lebzeiten war - so reizvoll scheint seine Geschichte heute zu sein. So reizvoll, dass in einigen Stadtteilen Medellíns seit zwei Wochen Escobar-Sticker die Runde machen. Sie werden von Kindern getauscht, gesammelt und in ein Album geklebt, das die Lebensgeschichte des Drogenbarons erzählt - in Anlehnung an die Telenovela des TV-Senders Caracol "Escobar, der Herr des Bösen".
Die Behörden der Stadt Medellín überlegen nun, den Verkauf der Alben und Klebebilder zu verbieten, wie die Zeitung "El Tiempo" schreibt. Es gebe bereits erste Kontrollen, um zu überprüfen, "bis zu welchem Punkt dieses Material legal oder illegal ist", sagte demnach Regierungssekretär Sergio Zuloaga.
aar/dpa
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