Niederösterreich Züge kollidiert - mehrere Verletzte

Zugunglück nahe Wien: Bei einem Unfall mit zwei Zügen sind mehrere Menschen verletzt worden. Einige Reisende waren in den Waggons eingeschlossen. Nun spekuliert der Verkehrsminister über die Unglücksursache.

Zugunglück in Kritzendorf, Niederösterreich
AFP

Zugunglück in Kritzendorf, Niederösterreich


Beim Zusammenstoß zweier Personenzüge in der Nähe von Wien sind nach Polizeiangaben drei Menschen schwer und zehn weitere leicht verletzt worden. Alle Passagiere konnten aus den Waggons geborgen und in Sicherheit gebracht werden, sagte ein Sprecher der Polizei Niederösterreich. Einige waren zunächst in den Waggons eingeschlossen. Die Züge waren nach ersten Ermittlungen in gleicher Richtung unterwegs gewesen.

Das Unglück ereignete sich um 17.50 Uhr in Kritzendorf in der Nähe der österreichischen Hauptstadt Wien. Eine S-Bahn und ein Regionalzug waren seitlich aneinander gestoßen.

Über die Unfallursache konnte der Polizeisprecher zunächst keine Angaben machen. Die Ermittlungen liefen. Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) ging von menschlichem Versagen aus. "Wir vermuten, dass die Ursache in einem menschlichen Fehler zu suchen ist", sagte er. Es deute nichts auf eine technische Ursache hin. "Wir sind alle heilfroh, dass es offenbar keine Todesopfer bei dem Unglück gegeben hat", sagte er.

Ein Waggon war aus den Schienen gesprungen, stand aber noch aufrecht, wenn auch zur Seite geneigt. Zwei weitere Waggons sind ganz umgestürzt. Einige der Verletzten wurden nach ersten Berichten mit Kopfverletzungen in Krankenhäuser gebracht.

Ein Bahnabschnitt wurde gesperrt, wie die österreichische Bahn mitteilte. S-Bahnen konnten nicht verkehren. "Planen Sie in diesem Bereich derzeit 90 Minuten mehr Reisezeit ein", teilten die ÖBB auf ihrer Webseite mit.

koe/dpa



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