Tierquälerei 50 Krokodile am Londoner Flughafen sichergestellt

In zu kleinen Transportboxen wurden Dutzende Krokodile nach Großbritannien gebracht. Ein Tier starb bereits an den Folgen der Reisestrapazen. Sie sollten an einen Zuchtbetrieb geliefert werden.

Junges Krokodil (Symbolbild)
REUTERS

Junges Krokodil (Symbolbild)


Die Reptilien waren jeweils zu zehnt in Boxen eingesperrt, in denen eigentlich nur Platz für vier von ihnen gewesen wäre: So sind insgesamt 50 lebende Krokodile in Großbritannien angekommen. Ermittler entdeckten die in fünf Transportboxen eingepferchten, erst einjährigen Tiere am Londoner Flughafen Heathrow.

Wegen der beengten Verhältnisse in den Boxen hätten sich die Jungtiere während des Flugs von Malaysia nach Großbritannien Ende April gegenseitig angegriffen, sagte der Leiter der Polizeieinheit zur Überwachung des Artenschutzkabkommens Cites am Flughafen Heathrow, Grant Miller. "Es ist einfach nicht hinnehmbar, dass Reptilien auf diese Weise transportiert werden."

Die Krokodile sollten an einen Zuchtbetrieb in Cambridgeshire im Osten Englands geliefert werden. Eines der Tiere starb inzwischen, für die anderen soll ein neues Zuhause gefunden werden. Die Polizeiaktion soll eine Warnung an diejenigen sein, die Wildtiere solchen Bedingungen aussetzen wollten, sagte Miller.

vks/AFP



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mrs.cheekyhobson 05.05.2018
1. Als ob ...
es kein Artenschutzabkommen, keinen CITES, kein nichts, kein gar nichst bei der Ausfuhr von Tieren geben würde !!!! Wir gehen mit diesem Planeten um, als ob wir noch einen Zweiten in petto hätten !!! Und morgen verschiffen wir drei ausgewachsene Elefanten von Kuala Lumpur nach Antwerpen, oder hab ich jetzt irgendwas übersehen ?
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