Von Birger Menke, Christian Rath und Oliver Trenkamp
Was sich in Deutschland seit Bekanntwerden der Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg Ende Januar abspielt, hat die Republik noch nicht erlebt. Das Tabuthema Missbrauch ist keines mehr. Hunderte Opfer melden sich zu Wort - täglich werden neue Fälle aufgedeckt.
Ehemalige Internats- und Klosterschüler, Heimkinder, Chorknaben und Absolventen vermeintlicher Musterschulen trauen sich nun, oft Jahrzehnte nach dem erlittenen Missbrauch, das Erlittene zu schildern. Sie tun dies mit einer Intensität, die ahnen lässt, wie schwer es sein wird, das Leid zu lindern.
Institutionen wie die katholische Kirche geraten unter Druck, Kanzlerin Angela Merkel fordert "Wahrheit und Klarheit über alles, was passiert ist". Doch auch die Politik ist gefordert - denn viele Fragen stehen im Raum:
SPIEGEL ONLINE spricht mit Experten - welche Änderungen wirklich Sinn hätten, um Kinder besser zu schützen und die Täter zu bestrafen:
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