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Gruselige Kindersprüche: "Nach einer Weile komme ich dich holen"

Von Rainer Leurs

Kinder mit Halloween-Kostümen: Plaudern über ein vergangenes Leben Zur Großansicht
Corbis

Kinder mit Halloween-Kostümen: Plaudern über ein vergangenes Leben

Siebenjährige, die mit Toten reden; Kleinkinder, die Flugzeugabstürze vorhersehen: In einem Aufruf hatten wir SPIEGEL-ONLINE-Leser nach den gruseligsten Dingen gefragt, die Kinder je zu ihnen gesagt haben. Rechtzeitig zu Halloween finden Sie hier die besten Einsendungen.

Hamburg - Drollig sind sie wohl, die kleinen Hexen, Werwölfchen und Zombie-Knirpse, die zu Halloween in Deutschland auf die Klingelknöpfe drücken. Mit ihren Kostümen geben sich viele Kinder alle Mühe, möglichst schaurig auszusehen - dabei muss man dann doch eher grinsen, wenn Chucky, die Mörderpuppe, vor der Tür steht und um Schokolade bettelt.

SPIEGEL-ONLINE-Leser wissen: Zum Fürchten sind Kinder nicht im Hellraiser-Kostüm, sondern wenn sie ganz beiläufig Schauriges von sich geben - beim Abendessen oder auf dem Weg ins Bett. "Was ist das Gruseligste, das Ihr Kind jemals zu Ihnen gesagt hat?", lautete die Frage in einem Aufruf, den wir bereits im Sommer an unsere Leser richteten - in Anlehnung an eine enorm populäre Diskussion im Online-Forum Reddit. Die Resonanz war umwerfend: Zahlreiche Eltern, Omas und Opas berichteten uns von gespenstischen Unterhaltungen mit den lieben Kleinen.

Da sehen Zweijährige ihre toten Opas auf dem Ehebett sitzen oder reden ganz abgeklärt davon, dass der Urlaubsflieger abstürzen wird. Verblüffend viele Kinder plaudern scheinbar über ein vergangenes Leben, eines vor ihrer Zeugung. Und dann sind da scharenweise obskure Phantasiefreunde, die komischerweise immer nur die Eltern zum Fürchten finden.

"In einer bestimmten Entwicklungsphase ist die Trennung zwischen Realität und Phantasie eben schwierig", sagt Inge Seiffge-Krenke, Jugendpsychologin an der Universität Mainz. Sie rät Eltern dazu, im Umgang mit gespenstischen Kinderstorys gelassen zu bleiben. "Man sollte diese Phantasien aufgreifen und umsetzen", sagt sie. Berichtet das Kind zum Beispiel von hungrigen Wölfen, die im Spielzimmer herumschleichen, könnten die Eltern sagen: Wir stellen da mal Futter hin. Dann gehen die Wölfe von allein weg.

Eltern, rät die Psychologin, sollten auch bei haarsträubenden Kommentaren ihrer Kinder stets gelassen bleiben. "Sie sollten eine sichere Basis bilden und sagen: Da regen wir uns gar nicht drüber auf", sagt Seiffge-Krenke. "Denn wenn die Eltern selber Angst haben, ist es ganz schlecht."

Eine Ausnahme ist freilich jene Familie, die ihr Leben womöglich den Schreien eines Zweijährigen verdankt - Mutter und Vater hatten die schaurigen Warnungen des kleinen Jungen ernst genommen. Seine Geschichte und weitere gruselige Leserzuschriften finden Sie in unserer unserer Zitate-Galerie.

Übrigens: Auch unser Leseraufruf geht zu Halloween in die nächste Runde. Diesmal suchen wir nach unheimlichen Kinderzeichnungen. Wenn Ihre Kleinen also mit Vorliebe Guillotinen, Särge oder Totenschädel wachsmalern - legen Sie die Werke auf den Scanner, und schicken Sie uns eine Kostprobe! Die besten Einsendungen werden veröffentlicht.

Schauriges aus Kindermund

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insgesamt 46 Beiträge
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1. So richtig interessant wird es,
simple mind 31.10.2013
wenn die Kleinen von ihrem vergangenen Leben nach ihrer Zeugung erzählen.
2.
glen13 31.10.2013
Zitat von sysopCorbisSiebenjährige, die mit Toten reden; Kleinkinder, die Flugzeugabstürze vorhersehen: In einem Aufruf hatten wir SPIEGEL-ONLINE-Leser nach den gruseligsten Dingen gefragt, die Kinder je zu ihnen gesagt haben. Rechtzeitig zu Halloween finden Sie hier die besten Einsendungen. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/leseraufruf-gruselige-kindersprueche-zu-halloween-a-930805.html
Halloween ist ein US Fest und in der amerikanischen Kultur begründet. Es hat mit uns und unserer Kultur nichts zu tun. Aus Geschäftemacherei wird uns jeder Mist (siehe Valentinstag etc.) von geldgierigen Firmen aufgedrängt. Wir haben unseren Karneval, ist das nicht schlimm genug? Klingelt bloss nicht bei mir.
3.
eigen 31.10.2013
Wer sich gut an Träume erinnern kann hat vermutlich auch schon in das eine oder andere "fremde" Leben geblickt. Bei Sterbenden verschwimmt die Trennlinie zur Traumwelt dann teilweise wieder, genauso wie es bei den Kindern offenbar stattfindet.
4. Esoterik
blue-fiji 31.10.2013
Spiegel-Journalisten beschäftigen sich anscheinend nicht mit esoterischen Themen. Sonst wären solche Kindererzählungen nicht schaurig sondern selbstverständlich.
5.
pommbaer123 31.10.2013
Zug verlinkte news mit dem gleichen Thema aber nirgends die Sprüche die man hier zu lesen erwartet? Was soll sowas?
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