Lichtenfels - Zwei Frauen und zwei Mädchen gelten nach dem Brand eines dreistöckigen Fachwerkhauses im hessischen Lichtenfels als vermisst. Sie seien mit hoher Wahrscheinlichkeit Opfer der Flammen geworden, sagte ein Polizeisprecher in Korbach. Von einer Drehleiter aus entdeckten Feuerwehrleute zunächst eine Leiche, vier Stunden später eine zweite. "Wir gehen davon aus, dass es die beiden Frauen sind", sagt ein Polizeisprecher. Die Kinderzimmer befänden sich auf der Rückseite des Hauses, so weit hätten sich die Einsatzkräfte aber noch nicht vorwagen können.
Nachbarn bemerkten den Brand in dem Dorf gegen zwei Uhr nachts. "Als die Feuerwehr kam, hat es schon lichterloh gebrannt", sagte der Sprecher. Der 38-jährige Hausbesitzer und Betreiber der Pizzeria konnte sich demnach aus dem brennenden Gebäude retten. Er gab an, dass sich zwei Frauen im Alter von 34 Jahren und 29 Jahren sowie zwei Mädchen im Alter von fünf und zehn Jahren in dem Gebäude befanden. Der Polizei zufolge war der Mann verwirrt und angetrunken. Er wurde zunächst ins Krankenhaus und dann zur Polizei gebracht. Bis zum Mittag konnte er nicht vernommen werden.
Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Das ausgebrannt Haus sei aber wegen Einsturzgefahr derzeit von den Rettungskräften nicht zu betreten, hieß es. Experten vom Technischen Hilfswerk stützen nun die Giebelwände ab. Ermittler des Landeskriminalamtes begannen mit der Befragung der Nachbarn und versuchen, sich von außen einen Überblick über das Ausmaß des Unglücks zu verschaffen. Die Brandursache ist noch ungeklärt.
ala/AFP/dpa/dapd
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