Trends der Londoner Fashion Week Blumig, goldig, politisch

Bling-Bling und blumig: In London geht die Fashion Week zu Ende. Welche Trends und welche Models gab es auf den Laufstegen zu bestaunen - und welche Promis saßen in der ersten Reihe?

Model Cara Delevingne bei der Topshop-Präsentation: Bye-bye, Fashion Week
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Model Cara Delevingne bei der Topshop-Präsentation: Bye-bye, Fashion Week

Von , London


Die Trends

Bei der Londoner Fashion Week präsentierten mehr als 80 Designer ihre Kollektionen für Frühjahr und Sommer 2015 auf den großen Laufstegen, hinzu kamen Dutzende Ausstellungen. Doch trotz der Vielzahl an Entwürfen gab es einige wiederkehrende Muster - die Trends für das kommende Jahr.

  • Blumig: Blumen als Halsketten, Blumen als Laufsteg-Dekoration, Blumen als Druck auf Pullovern und Blumen als Accessoire zum Anpinnen - die Vorliebe zahlreicher Designer für das Florale war in den vergangenen Tagen nicht zu übersehen, darunter einige der ganz großen: Marchesa, Bora Aksu und Paul Smith.
  • Asiatisch: Auf den Laufstegen und im Publikum gab es immer wieder Kimonos zu sehen. Ein sehr tief ausgeschnittenes Exemplar präsentierte beispielsweise Designer Matthew Williamson. Und Schauspielerin Emilia Fox ("Merlin") kam in einer hochgeschlossenen, aber sehr kurzen Version zur Modenschau von Temperley London. Schon im Vorfeld der Modewoche hatte die deutsche Designerin Daniela Felder den Kimono zum Must-have erklärt.
  • Bling-Bling: Bei zahlreichen Modenschauen glitzerte und funkelte es an den Körpern der Models. Entweder wegen der aufgestickten Pailletten, oder wegen der glänzenden Stoffe. Die Lieblingsfarben für den Schimmerlook waren Gold und Gelb.
  • Flach: Natürlich liefen die meisten Frauen auch bei dieser Fashion Week in High Heels über die Laufstege. Aber auffällig viele Designer steckten ihre Models diesmal in flache Schuhe. Bei Paul Smith waren es Sneakers und Birkenstock-Variationen, beim deutschen Designer Markus Lupfer glitzernde Gummilatschen und bei den Felder-Zwillingen Cowboystiefel.

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Fashion Week London: Die Trends

Die Promis

Bei der Londoner Modewoche sind vor allem die It-Girls der Stadt am Laufstegrand aufgefallen, darunter Alexa Chung, Rita Ora, Daisy Lowe und Pixie Geldof. Sie saßen unter anderem bei den Schauen von Ashley Williams und Topshop in der ersten Reihe.

Das Erscheinen von Anna Wintour, Stilpäpstin und Chefredakteurin der US-"Vogue", gilt schon als kleiner Ritterschlag für einen Designer. Diesmal durften sich unter anderem Burberry, Marchesa und Topshop geehrt fühlen. In der Front Row nahmen zudem Menschen Platz, die man sonst eher vom Laufsteg oder aus dem Hintergrund kennt: Designerin Stella McCartney saß gemeinsam mit ihrem Vater Paul McCartney in der ersten Reihe, als das Neueste vom Label Hunter Original gezeigt wurde - ihr Ehemann Alasdhair Willis ist Designer der Marke. Model Cara Delevingne kam gemeinsam mit Kollegin Kate Moss, um sich die Schau von Burberry anzusehen - beide machen gerade gemeinsam Werbung für das Unternehmen.

Delevigne ist derzeit eines der gefragtesten Models der Welt. Sie saß nicht nur als Gast bei der Fashion Week, sondern präsentierte auch die neuen Entwürfe von Topshop - sie ist aktuell das Gesicht der Modekette. Auch Georgia May Jagger war auf dem Laufsteg zu sehen, sie eröffnete die Schau von Marchesa. Erst vor wenigen Tagen durfte sie das auch bei der New Yorker Fashion Week für Tommy Hilfiger tun.

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Fashion Week London: Die Promis auf und neben dem Laufsteg

Die Hingucker

Eine besonders erinnerungswürdige Schau legte das Label Sibling hin. Die Designer verzierten die Köpfe ihrer Models mit übergroßen Schleifen - es war mehr Comic als Couture. Außergewöhnlich mutete auch das Styling an, das Ashley Williams für ihre Models auswählte: knallrote Balken über den Augen, die Haare zerfranst im Gesicht hängend, dazu dunkelweinroter Lippenstift. Gruslig.

Kult-Designerin Vivienne Westwood nutzt den Laufsteg seit Jahren für politische Botschaften. War es zuletzt der Umweltschutz, sorgte sie diesmal für ein klares Statement in Sachen schottischer Unabhängigkeit: Ihre Models gingen teilweise mit "Yes"-Button vor die Kameralinsen. Und weil das offensichtlich noch nicht deutlich genug war, sagte Westwood anschließend noch: "Großbritannien ist keine Demokratie mehr." Schottlands Zukunft werde "wundervoll" sein.

Gleich auf mehreren Modenschauen sorgte ein Vierbeiner für Aufsehen: Sergio, der Schuhjäger, lief mit einer Kamera auf dem Rücken durch das Publikum, sein Herrchen freute sich über die Aufnahmen von zahlreichen Füßen.

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Fashion Week London: Der Dackelblick

Das Publikum

Tickets für die Modenschauen sind sehr begehrt, der Platz begrenzt - und so tummeln sich zahlreiche Menschen auf dem Gelände der Fashion Week, um sich ausschließlich umzuschauen und sich angucken zu lassen. Mal sind sie extrem aufgebrezelt, haben Stunden vor dem Spiegel gestanden und sich jede Farb- und Stoffkombination genauestens überlegt. Mal sehen sie so aus, als wären sie gerade aus dem Bett gefallen (und nennen den Look "undone"). Auffällig viele Männer waren auf der Straße mit Fliegen unterwegs, bei den Frauen fiel eine Vorliebe für knallbunte Farben auf. Wir haben die Trends der Straße festgehalten, hier geht's

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insgesamt 2 Beiträge
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brotfresser 16.09.2014
1. Liebe Frau Anna-Lena Roth,
gibt es aus London nichts Besseres zu berichten? Oder sind dort alle Journalisten so Laufsteg-geil?
tao chatai 17.09.2014
2. Nun,ueber die London Fashion week
Zitat von brotfressergibt es aus London nichts Besseres zu berichten? Oder sind dort alle Journalisten so Laufsteg-geil?
wird schon in allen Blaettern weltweit berichtet,zwar wird vermutlich in London nicht viel umgestzt aber der Einfluss ist wichtig,ist doch fast immer ein/ene Brite/in der/die Vorsteher/in im modischen Bereich in Franzoesischen ,US ,Italienischen und Asiatischen Modehaeusern ...... Es kommt natuerlich darauf an von welcher Seite diese Shows betrachtet werden und darum poste ich Ihnen hier einen Link zum Fashion week Beitrag aus dem besten Blatt auf der Welt nach meiner Meinung So should the Union Jack stay or should it go? http://www.newyorker.com/news/news-desk/referendum-on-union-jack
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