Mini-Haus für Obdachlose "Smokie" und ihre vier Wände

Viele Jahre lebte die Obdachlose "Smokie" in Los Angeles auf der Straße. Ein Mann aus der Nachbarschaft konnte das nicht länger mit ansehen - und zimmerte kurzerhand eine Bleibe auf Rädern zusammen.

AP

Das Haus ist eher eine Hütte und sieht spartanisch aus. Die Wände bestehen aus Holzplatten, doch die Liebe zum Detail ist unverkennbar: die Nationalfahne neben der Tür, das Schild mit den Worten "Home sweet home". Es ist das neue Zuhause von Irene McGhee, genannt "Smokie". Bis vor Kurzem schlief die Obdachlose noch auf der Straße. Nun hat die 60-Jährige aus Los Angeles ein Dach über dem Kopf - und das verdankt sie einem Mann aus der Nachbarschaft.

Elvis Summers habe die Frau kennengelernt, nachdem sie wiederholt vor seinem Haus erschienen sei und dort Müll durchsucht habe, berichtet die "NY Daily News". Seit fast einem Jahrzehnt sei die Frau obdachlos. Summers, ein kräftiger Mann mit Irokesen-Haarschnitt, wollte helfen - und baute im April binnen weniger Tage ein kleines Holzhaus. Den Bau dokumentierte er auf YouTube, das Video wurde bereits millionenfach geklickt.

Der Nachrichtenagentur AP zufolge hatte die Polizei keine Einwände. Die einzige Voraussetzung ist demnach, dass die 60-Jährige das Haus alle drei Tage an eine andere Stelle bewegt. Dank kleiner Rollen ist das möglich.

Summers wurde aufgrund seiner Hilfsaktion schnell im Internet bekannt und erhielt viel Zuspruch. Über die Crowdfunding-Plattform GoFundMe sammelt er nun Geld, um weitere Mini-Häuser für Obdachlose zu bauen. Mehr als 60.000 Dollar kamen bereits zusammen.

kis

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