Tierfreundliches Hollywood Los Angeles will Verkauf von Pelzwaren verbieten

Die kalifornische Metropole Los Angeles will neue Pelzwaren vom Markt verbannen. Herstellung und Handel sollen im Stadtgebiet nicht mehr erlaubt sein.

Los Angeles verbietet neue Pelze
Getty Images for LACMA

Los Angeles verbietet neue Pelze


Hollywoodstars der alten Schule werden in Zukunft auf Tierhäute am Körper verzichten müssen: Los Angeles plant, den Verkauf von Pelzmänteln und anderen neuen Pelzwaren zu verbieten.

Im Januar 2021 soll das Verkaufsverbot in Kraft treten, so hat es der Stadtrat der Westküsten-Metropole beschlossen. Bei der Abstimmung votierte nur ein Mitglied des 14-köpfigen Gremiums gegen den Vorstoß. Dies ziehe eine weitere, formale Abstimmungsrunde nach sich, berichtete der Sender CBS.

Das zukünftige Verkaufsverbot betrifft neue Pelzprodukte - darunter pelzbesetzte Lederwaren, Hüte und Schuhe. Auch die Herstellung und der Handel sind damit im Stadtgebiet von Los Angeles verboten. Secondhandläden dürfen allerdings weiterhin gebrauchte Pelzprodukte anbieten.

"Diese obskure und unmenschliche Praxis muss ein Ende haben", sagte Stadtrat Bob Blumenfield laut "Hollywood Reporter". Pelze würden in Los Angeles keine Zukunft mehr haben. Er sei stolz, "dass unsere Stadt einen Riesenschritt gegen das unnötige Töten von Tieren unternommen hat". Man müsse dafür sorgen, dass der gesamte "abscheuliche Markt" verschwinde.

Bei der Tierschutzorganisation Peta knallten die Sektkorken: Unzählige Tiere würden nun davor verschont, "geschlagen, mit Elektroschocks malträtiert und bei lebendigem Leib gehäutet zu werden", hieß es in einem Statement. "Wenn Los Angeles spricht, hört die Welt zu."

LA ist die größte US-Stadt, die ein derartiges Verbot beschlossen hat. Die Metropole folgt damit dem Beispiel kleinerer Städte in Kalifornien wie San Francisco, Berkeley und West Hollywood.

ala/dpa



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