Berlin - Bei einem Zwischenfall über dem Nordatlantik hat ein Passagier einem Kapitän der Lufthansa bei der außerplanmäßigen Landung einer Boeing 747-400 in Dublin geholfen. Der diensthabende Co-Pilot war während des Flugs heftig erkrankt und arbeitsunfähig. Er soll einen Migräneanfall erlitten haben, wie unter anderem die Zeitung "Irish Independent" berichtet.
Es sei ein normales Vorgehen, dass bei Zwischenfällen dieser Art nach Fachkräften unter den Passagieren gefragt werde, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Bei dem Helfer handle es sich um einen Piloten einer nordamerikanischen Fluglinie. Der Mann habe eine Lizenz zum Fliegen von Maschinen des Typs B767.
"Der Kapitän kann ein Flugzeug aber auch alleine landen", sagte die Sprecherin. Wenn es allerdings solche Hilfe gebe, werde diese auch genutzt. Es habe nach der Erkrankung des Co-Piloten keine Gefahr für die Passagiere bestanden.
Die 264 Fluggäste waren auf dem Weg von Newark an der US-Ostküste nach Frankfurt am Main. Nach sechs Stunden in Dublin wurde Flug LH403 mit einer Ersatzcrew fortgesetzt. Der erkrankte Co-Pilot wurde in der irischen Hauptstadt medizinisch versorgt.
aar/dapd/dpa
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