New York - In drei Jahren sollen die Renovierungsarbeiten abgeschlossen und Macy's im 21. Jahrhundert angekommen sein: Der größte Kaufhaus-Betreiber Amerikas investiert derzeit 400 Millionen Dollar - umgerechnet rund 306 Millionen Euro - um seine prestigeträchtige Filiale in New York aufzumöbeln. Erste Bilder zeigen einen lichtdurchfluteten, geräumigen Saal mit beigefarbenen Rund-Sofas, auf anderen Aufnahmen glänzen Gold und Diamanten hinter großen Glaskästen. Zudem gibt es ein hauseigenes Café.
Zu den bisherigen 100.000 Quadratmetern Verkaufsfläche, verteilt auf neun Etagen, sollen weitere 9300 hinzukommen. Einige Abteilungen sind bereits fertig gestellt - darunter die weltweit größte Schuhabteilung, in der 280.000 Paare angeboten werden. Das Kaufhaus werde ein "spektakulärer Ort" zum Einkaufen, sagte Elina Kazan, Sprecherin von Macy's. Rund 20 Millionen Menschen würden jedes Jahr in das Kaufhaus kommen.
Chef-Architekt Jay Valgora kündigte an, so viel Originalsubstanz des historischen Gebäudes wie möglich wieder herzustellen. Das sei ein Auftrag von Macy's gewesen. So soll beispielsweise an der 34th Street der Original-Eingang von 1902 wieder aufgebaut werden. Zudem sei geplant, einige der riesigen, alten Fenster, die einst übermalt wurden, zu restaurieren.
Doch nicht jeder nimmt dem Architekten seinen restauratorischen Eifer ab.
"Macy's hat das Apple-Fieber", sagte beispielsweise Theodore Grunewald, eine New Yorker Aktivistin, die sich für den Erhalt des Historischen einsetzt. Jedermann sei neidisch auf das Apple-Design und denke, das Geheimnis des Erfolges liege im eleganten, minimalistischen Design. Bei Macy's müsse es jedoch um den "Schutz unseres Erbes" gehen.
aar/AP
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