Magersucht Mein Körper, der Feind

Victoria Beckham, Keira Knightley, Nicole Richie: Sie sind berühmt, erfolgreich - und klapperdürr. Das Vorbild hagerer Stars treibt viele Mädchen in die Magersucht. Doch die Wirklichkeit ist komplexer, sagt die 18-jährige Marett. Sie muss es wissen. Sie hungerte sich auf 44 Kilo herunter.

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Hamburg - Es war ein Stück Obstkuchen, nicht besonders groß. An Torte wäre gar nicht zu denken gewesen. Viele waren da, die Beobachtung groß und die besorgten Blicke unerträglich. Marett, 18, kennt die musternden Blicke der Bekannten ihrer Eltern, die sich sorgen, Fragen stellen, sobald sie aus dem Raum ist. Wenn sie sie essen sehen, fragen sie nicht. Deshalb der Kuchen.

Zu Hause angekommen, geht sie zielstrebig zum großen Spiegel, macht das, was in den vergangenen Monaten zu einem festen Ritual geworden ist. Sie stellt sich vor den Spiegel, hebt ihren Pullover und begutachtet das, was sie sieht - ihren Bauch. Der ist die Ursache allen Übels. Fett, rund, nach außen gewölbt, statt nach innen. Wenn er schön wäre, wäre er eine nach innen geformte Kuhle, dann würde man die heraus stechenden Beckenknochen sehen, nicht das Fett. Das, was sie beim Blick in den Spiegel sieht, ist unerträglich. Marett schreit, weint, bricht vor dem Spiegel zusammen. Wie hatte sie so schwach sein können?

Die Macht der Betroffenen ist die Ohnmacht der anderen

Die Zeit ist turbulent. Maretts Mutter verliert ihren Job, das Leben ist unstet, beide Eltern sind Künstler. Da gibt es keine geregelten Arbeitszeiten und manchmal auch keine geregelte Arbeit. Mutter und Vater machen sich Sorgen, als sie merken, dass ihre Tochter immer weniger isst. Sie besorgen Broschüren, Bücher, schleppen alles ran, was sie zum Thema Magersucht finden können, manchmal legen sie Marett einen Aufsatz auf den Schreibtisch. Den liest sie dann interessiert. Sie versteht die Sorgen ihrer Eltern, hält sie aber für unbegründet.

Marett meint, alles unter Kontrolle zu haben: ihre Noten, ihre Talente - und vor allem das Essen. Ihrer Macht entspricht die Ohnmacht ihrer Eltern. Die können nur dabei zuschauen, wie ihre Tochter immer weniger wird, wie sie erst das Fett, dann das Brot, dann die restlichen Lebensmittel ablehnt. "Im Nicht-Essen habe ich etwas gefunden, das mich von den anderen Problemen abgelenkt hat", erzählt sie heute, ein Jahr später.

"Magersüchtige haben ein ganz durchdringendes Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit", sagt Detlev O. Nutzinger, Leiter der psychosomatischen Klinik in Bad Bramstedt bei Hamburg. Daraus entstehe der Wunsch, zumindest einen Teil des eigenen Lebens kontrollieren zu können, ein Stück Autonomie zu erlangen. "Die Patientinnen haben ein ähnliches Denkmuster. Es geht immer um alles oder nichts, schwarz oder weiß." Häufig seien die Patientinnen sehr zielstrebig und besonders willenstark. Wer seinen Körper bei einer Größe von über 1,70 Metern auf ein Gewicht von rund 40 Kilogramm hungert, der muss sehr diszipliniert sein.

Maretts Weg in die Krankheit ist typisch: Er beginnt mit ein paar beiläufig verlorenen Kilos während eines Urlaubes. Freunde bemerken, dass das Mädchen abgenommen hat, es erhält Komplimente und fängt an, darauf zu achten, was es isst - und vor allem was nicht. Dann purzeln weitere Pfunde, und Maretts Kopf kreist nur noch um das Nicht-Essen. Doch je mehr Marett abnimmt, desto weniger Komplimente hört sie.

Das alles ist inzwischen mehr als ein Jahr her. "Ich wollte abnehmen, aber ich hatte kein bestimmtes Gewicht vor Augen", sagt Marett, während sie in der Küche sitzt und ein Glas Wasser nach dem anderen trinkt. "Ich wusste nur, es muss weniger werden, um gut zu sein." Die Sucht kennt kein Ziel, sie kennt nur das Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit, der eigenen Makel. Manchmal, wenn sie nachts aufgewacht ist, hat Marett Sit-ups gemacht, wegen des Bauches. Oder sie hat ihn sich blutig gekratzt.

Die Verachtung des eigenen Körpers ist grenzenlos

Die 17-Jährige redet wie ein Wasserfall, reflektiert das, was ihr passiert ist, als spräche sie über einen Fremden. Vor gut einem Jahr hat sie mit einer Therapie begonnen - da wog sie nur noch 44 Kilogramm bei einer Größe von 1,70 Metern.

"Inzwischen habe ich wieder Spaß am Leben und kann Dinge genießen. Jetzt will ich das nachholen, was ich in den letzten Jahren verpasst habe", erzählt sie strahlend. Obwohl die Leute immer noch starren, wenn sie, das dürre Mädchen, und ihr wohlgenährter, hinkender Hund nebeneinander durch die Stadt spazieren. "Ich weiß, dass viele Leute immer noch denken, ich sei magersüchtig. Aber ich habe schon zugenommen." Wenn man nicht weiß wie krank Marett mit 44 Kilogramm ausgesehen hat, dann findet man sie auch jetzt noch sehr schmal und zerbrechlich. Und auch der Hunger ist nach den Monaten des Hungerns noch nicht wieder zurück: Marett isst nur, weil sie weiß, dass sie essen muss, nicht weil es ihrem Empfinden entspricht. "Ich muss wieder lernen, Dinge zuzulassen und Kontrolle abzugeben."

"Die Normalisierung des Essverhaltens ist das erste Ziel einer Therapie, denn extremes Untergewicht kann fatale Folgen haben", erklärt Experte Nutzinger. Die beste Psychotherapie ist vergebens, wenn die Patientin am Untergewicht oder seinen Folgen stirbt. In 10 bis 15 Prozent aller Fälle verläuft die Krankheit tödlich: "Die Magersüchtigen sind die kleinste Gruppe der Essgestörten, aber auch die am schwersten erkrankte", so Nutzinger (siehe Kasten).

"Der Schlankheitswahn ist der Boden, auf dem die Krankheit wächst"

Zu was Essstörungen führen können, zeigt auch der Tod des brasilianischen Models Ana Carolina Reston vor einigen Wochen. Die 21-Jährige wog bei einer Größe von 1,74 Metern noch knapp 40 Kilo und hatte somit einen Body-Mass-Index (BMI) von 13,21. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt ein BMI von unter 15 als Anzeichen für einen nahenden Hungertod. Reston aß nur noch Äpfel und Tomaten, sie starb an allgemeinem Organversagen - ausgelöst durch ihr Untergewicht.

Bereits seit Monaten wird über die Gewichtsprobleme von Prominenten wie Victoria Beckham, Nicole Richie, Keira Knightley, Lindsey Lohan und anderen debattiert. Hinzu kamen die Auftrittsverbote zu magerer Models bei den Schauen in Madrid und der eindringliche Appell aus Italien, die Laufstege sollten "ein Spiegel für die wahren Maße der Frauen sein", wie es die Ministerin für Jugendpolitik, Giovanna Melandri, formulierte. Künftig müssen Models, die in Italien an Modenschauen teilnehmen wollen, per ärztlichem Attest nachweisen, dass sie keine Essstörung haben.

Die hitzig geführten Debatten und die überstürzten Verbotsforderungen unterstellen eine simple Kausalität: Weil vielen besonders dünnen Frauen besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, werden junge Mädchen magersüchtig. Doch ganz so einfach ist der Zusammenhang nicht.

"Das ist ein gesellschaftliches Problem und keine Epidemie wie die Vogelgrippe", sagte der Präsident des französischen Modeverbandes, Didier Grumbach. "Es gibt alle möglichen Botschaften, die die jungen Mädchen zum Abmagern ermuntern." Der Einfluss der Beckhams und Knightleys ist subtil: Es ist die Gewichtung in den Köpfen, die Schlankheit als Inbegriff der Selbstbeherrschung glorifiziert und Übergewicht als Disziplinlosigkeit und Willensschwäche verurteilt. Es ist diese Verknüpfung, die eine Heroisierung der allzu mageren Promis und Models zum Problem macht. Die Gründe, aus denen Mädchen an Magersucht erkranken, sind jedoch wesentlich vielschichtiger. "Der Schlankheitswahn ist der Boden, auf dem die Krankheit wächst", sagt Nutzinger. Letztlich sind auch die mageren Models nur Ausdruck des Schönheitsideals einer Gesellschaft, die Knochen und Sehnigkeit als Inbegriff der Ästhetik zelebriert - nicht deren Ursache. Die Darstellung allzu magerer Frauen verstärkt jedoch den Eindruck, dass ein möglichst hagerer Körper ein Indiz für Erfolg, Stärke und Schönheit ist.

Die Magersucht macht die Betroffenen zu Lügnern

Vorbilder, sagt Marett, seien für sie nicht wichtig gewesen. Sie habe zwar Freundinnen gehabt, die sie besonders attraktiv gefunden hätte - die seien aber nicht besonders dünn gewesen, sondern "einfach schön".

Belastet habe sie weniger der erfolglose Versuch, einem Ideal hinterher zu laufen, sondern die Einsamkeit, in die sie die Magersucht getrieben habe. Jedes gemeinsame Essen mit Freunden erforderte Ausreden: Mal waren es Bauchschmerzen, mal gab sie vor, keinen Appetit zu haben. Das ewige Leugnen der Essstörung schürt Misstrauen und zerstört Freundschaften. Die Magersucht macht die ehrlichsten Menschen zu perfekten Lügnern. Auch im Sommer tragen viele Betroffene dicke Mäntel und Jacken, weil das Untergewicht sie frieren lässt und weil die weite Kleidung den nur aus Haut und Knochen bestehenden Körper verhüllt.

Die Sucht wird zum ewigen Kampf gegen den eigenen Körper. Wie ein Netz durchzieht der Gedanke an das Nicht-Essen den Alltag, zwingt, die Treppe zu laufen, statt den Lift zu nehmen, um sich bloß immer weiter zu bewegen, um bloß nicht zuzunehmen.

Zwar sind in den vergangenen Jahren immer mehr junge Frauen an Magersucht erkrankt. Von einem rasanten Anstieg der Zahl der Betroffenen, wie es die derzeitige Debatte nahe legt, kann jedoch nicht die Rede sein. Im Gegensatz dazu ist der Anteil der Übergewichtigen deutlich gestiegen. Jährlich sterben laut WHO in Europa mehr als eine Million Menschen an durch Fettleibigkeit bedingten Krankheiten.



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Constantinopolitana, 03.01.2007
1.
Hallo, einer meiner Freunde erzählte mir neulich, sein Sohn (15 oder so) habe sich verliebt - in eine ziemlich rundliche Klassenkameradin. Sie sei nett, interessant, witzig und so weiter und so fort, und er sei todunglücklich, weil daraus wohl nichts werden könne. Warum kann daraus nichts werden? Nicht, weil sie ihn nicht wiederliebt, nein! Weil der Junge Angst hat, wegen seiner fetten Freundin verspottet zu werden! Man wundert sich, man wundert sich, und eigentlich können einem die Jugendlichen leid tun, die wegen solcher Oberflächlichkeiten auf eine Beziehung verzichten. Bloß, daß der Schlankheitswahn so etwas neues sein soll, wage ich zu bezweifeln. In früheren Jahrhunderten schnürten sich die Frauen eine Wespentaille, und Weiblein und Männlein aus Adel und Bürgertum quetschten ihre Füße in gar abenteuerlich kleine und enge Schuhe. Man lese nach bei Schneewittchen und Aschenputtel oder auch in "Vom Winde verweht". Wer heute mit einer Taille von 60 - 70 cm herumläuft (als Frau), paßt in die kleineren Damengrößen oder ärgert sich, weil der Bund der Hosen, die von Länge und Hüftbreite passen, immer so schlackert - zur Zeit der Schnürleibchen galt jedoch das als bäurisch dicker Bauch. Und wer sich heute an Kate Moss oder Victoria Beckham orientiert, um zu wissen, was schön sein soll, schaute sich vor 100 Jahren vielleicht die Stummfilmschönheiten der UFA oder vor 300 Jahren eine schöne Geschnürte im Reifrock an - das Ergebnis war sicher nicht viel anders...man entspricht einfach nicht dem Ideal! Das Problem sind sicher nicht die Vorbilder, sondern die Tatsache, daß man als Heranwachsende(r) sich seiner selbst so furchtbar unsicher ist, daher unbedingt einer von den Altersgenossen akzeptierten Norm entsprechen will und alles mögliche Sinnvolle und Sinnlose tut, um dies zu erreichen. Die einen hungern, die anderen geben sich derart lässig, daß Schulversagen, Drogen, kleinere oder größere Kriminalität nur unterstreichen, wie sehr sie drüberstehen, andere wiederum wollen mit körperlicher Gewalt beweisen, daß sie ernstzunehmende Persönlichkeiten sind; meines Erachtens sind das nur Facetten desselben Problems. Die Frage ist doch eher, wie schafft man es, seinen Kindern zu helfen, daß sie sich selbst als Person akzeptieren? Allerbeste Grüße, Eva
DJ2002dede, 03.01.2007
2.
---Zitat von sysop--- Junge Frauen und Mädchen eifern oft einem fragwürdigen Ideal nach: Immer schlanker, immer dünner wollen sie sein und ruinieren damit ihre Gesundheit. Sind es vor allem die falschen Vorbilder, die den Wahn fördern? Was kann gegen die gefährlichen Wünsche nach vermeintlicher Idealfigur getan werden? ---Zitatende--- Es sind auch die falschen Vorbilder, in Kombination mit der Peer-Group wie der andere Forist schon am eigenen Beispiel des Sohnes aufzeigte. Was man dagegen machen kann? Gute Frage. Als Elternteil ist man gegen eine Peer-Group machtlos, also geht es nur mit einer gesamtgesellschaftlichen Änderung. Und sowas ist bekanntlich schwer zu erreichen.
inci 03.01.2007
3.
---Zitat von sysop--- Junge Frauen und Mädchen eifern oft einem fragwürdigen Ideal nach: Immer schlanker, immer dünner wollen sie sein und ruinieren damit ihre Gesundheit. Sind es vor allem die falschen Vorbilder, die den Wahn fördern? Was kann gegen die gefährlichen Wünsche nach vermeintlicher Idealfigur getan werden? ---Zitatende--- zuerst einmal sollten kleidergrößen wieder einheitlich festgelegt sein. ich habe mit meiner tochter festgestellt, daß eine heutige bluse der größe 42 (muster von h+m) einer früheren größe 38 entspricht. durch die ständige "verschlankung" dieser maße ist es natürlich nicht verwunderlich, daß sich junge mädchen bis zur klapprigkeit hungern, nur um in größe 38 zu passen, die gemessen an den früheren größen eigentlich eher einer 34/36er größe entspricht. nicht zuletzt wurde ja bei den damen schon die konfektionsgröße 32 kreiert, in die wahrscheinlich nicht mal mein enkel passen würde, wenn der nächstes jahr in die schule kommt. und was die extrem dünnen "vorbilder" wie madame beckham und kollegInnen betrifft: glaubt jemand wirklich im ernst, die sind so schön schlank, weil sie immer eifrig sport treiben? im leben nicht, gibt es doch wundersame chemie und hormone die dem nachhelfen. sozusagen das gegenstück zur chemischen keule mancher bodybuilder. das zeug ist aber noch dermaßen teuer, daß es sich kaum eine leisten kann, und deshalb wird mit den altbekannten model-tricks nachgeholfen.
Priest, 03.01.2007
4.
---Zitat von Constantinopolitana--- Die Frage ist doch eher, wie schafft man es, seinen Kindern zu helfen, daß sie sich selbst als Person akzeptieren? ---Zitatende--- Nur sehr schwer! Denn viele Erwachsene akzeptieren sich selbst kaum. Bestimmte Dinge werden ausgeblendet, ignoriert usw.. Das größte Problem ist meiner Meinung nach die Unehrlichkeit die in den Medien und dem Showbiz vorherrscht. Stars machen uns vor, dass sie nichts für ihr Aussehen tun ausser ein bisschen Training, von Schönheitsoperationen halten sie gar nichts. Selbst wenn dies mit den Operationen stimmt, sieht ein wenig Training nicht ao aus, dass sie 1 mal die Woche in ein 24h Fitness Center gehen sondern eine indivduelle Ernährungsberatung mit einem persönlichen Fitnesstrainer haben, der ein absolut abgestimmtes Training und Tagesablauf konzipiert. Da kommt man mit den Ernährungsbuch und dem Heimtrainer einfach nicht ran. Und Operationen? "Ich habe mich nicht operieren lassen!" Ja lec.. mich doch, kann man an der Nase abnehmen und gezielt am Busen zunehmen? Schauen sie sich bitte Filme von J.Lo und Kylie Minoque von früher an und von heute, da sehen sie wo die Schönheitsoperationen ihre Spuren (oder auch nicht) hinterlassen haben. Die sogenannten Vorbilder präsentieren sich gerne als Schönheitsikonen, die einen mit Videos vorgaukeln, dass sie dies alles nur durch harte Arbeit erreicht haben und schmeicheln damit ihrem Ego auch wenn dies bedeutet die Unwahrheit zusagen. Die Nachricht die damit transportiert wird ist für die breite Masse aber katastrophal, Lise Müller trainiert 7 mal die Woche und verzweifelt, dass sie keinen Körper wie ihr Vorbild hat. Jeder Mensch muss lernen, sich selbst mit seinen Fehlern zu akzeptieren und auch ehrlich dazu stehen. Unser Körper ist keine Skulptur die sich nach Belieben formen lässt, wir können nicht entscheiden 5g an den Schenkeln abzunehmen und Muskeln an bestimmten Teilen des Körpers aufzubauen. Wir können 10 Kg abnehmen aber die 5g an den Schenkeln bleiben. Hinzu kommt unser verzertes Selbstbild, ich habe in den letzten 2 Jahren gut 45 Kilo abgenommen und selbst als ich schon Kleidung trug die 2 Nummern kleiner war, sah ich noch immer keinen Unterschied im Spiegel. Unsere eigene Warnehmung bestimmt unsere Selbstzufriedenheit, wer akzeptiert dass die 5g Fett an den Schenkeln sind ist glücklicher als ein Victoria Beckham, die wahrscheinlich bei jedem Blick in den Spiegel neue "Fettwülzte" entdeckt. Niemand sollte aus Ästhetischen Gründen abnehmen und schon gar nicht für andere, Training und Abnehmen sollen eine Selbstverbesserung sein, also tut man es nur für sich. Aber die körperliche Veränderung reicht nicht aus, diese Veränderung muss auch im Kopf stattfinden. Wir alle haben Fehler und müssen damit leben, selbst jemand mit einem Körper wie Adonis wird feststellen, dass seine Nase etwas schief, das eine Auge höher als das Andere ist oder dass die Ohren abstehen, denn wer Fehler sucht wird sie auch finden. Die meißten Erwachsenen können dies nicht und für Jugendliche ist es schwerer, da deren Körper sich erst entwickelt und noch kein wirkliches Selbstbild haben und sich dieses Bild aus ihrer Umgebung und auch den Medien formen.
Besquare, 04.01.2007
5. es geht noch viel dünner!!!
---Zitat von sysop--- Junge Frauen und Mädchen eifern oft einem fragwürdigen Ideal nach: Immer schlanker, immer dünner wollen sie sein und ruinieren damit ihre Gesundheit. Sind es vor allem die falschen Vorbilder, die den Wahn fördern? Was kann gegen die gefährlichen Wünsche nach vermeintlicher Idealfigur getan werden? ---Zitatende--- Die Vorbilder sucht sich der Mensch (außer die Eltern, weil die prägend sind) selber aus. Die Vorstellung eines Ideals ist falsch... Aber woher sollen die Mädels das wissen, wenn sie nicht wissen, wen sie darstellen? Es ist ein Problem des Selbstbildes... Wir haben Spiegel und Fernseher, und neben den Millionen "NORMALEN" Frauen aus der Nachbarschaft, starrt Frau unzufrieden ihr Spiegelbild und sehnsüchtig ihre Ikonen im Fernsehen an... ohne zu registrieren, dass sie in der direkten Nachbarschaft im oberen Drittel spielt (bspw.)... Frauen eifern Menschen nach, die sie meistens noch nicht einmal in der Realität GESEHEN haben... Madonna sieht nur deshalb noch so gut aus, weil sie die ZEIT HAT 4 Stunden am Tag mit einem professionellen Trainer (Sportlehrer zu deutsch) zu üben... da muss man schlank bleiben, und die Schönheitschirurgie tut ihr übriges... Die berühmten Frauen im TV tuen das BERUFLICH und es ist unsere schuld, das die Hofnarren unserer Zeit besser bezahlt sind als die Könige!!! Ich verabscheue mich selbst, mit freundlichem Gruß BeSquare
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