Halbmarathon im Fesselballon: Zu Lande, zu Wasser und auch in der Luft

Rob Ginnivan hatte da so eine Idee. Die 21 Kilometer eines Halbmarathons wollte er auf festem Boden, im Wasser und in der Luft zurücklegen. In der Luft? Viel braucht man dafür nicht: einen Ballon, Ausdauer und ein stabiles Laufband. Run, Rob, run!

REUTERS

Hamburg - Der Korb eines Ballons ist riesig - wenn man darin steht und sich traut, in die Tiefe zu gucken. Zum Joggen ist er zu klein, eigentlich. Rob Ginnivan aber ist einer, den Platzverhältnisse nicht übermäßig interessieren. Er wollte laufen, in der Luft und zwar einen Halbmarathon, nicht mehr, nicht weniger.

Freunde trugen ein Laufband in den Korb eines Fesselballons, ein kleiner Generator lieferte das bisschen Strom, das eine solche Maschine verbraucht, und der Ballon hob ab über der australischen Hauptstadt Canberra. In angenehmer Höhe schaltete Ginnivan, 47 Jahre alt, das Laufband ein, holte nochmal tief Luft und lief los.

"Ich habe nicht damit gerechnet, dass sich der Korb nach hinten neigen würde, deshalb fühlte es sich so an, als würde ich bergauf rennen", sagte Ginnivan nach dem Rennen der "Canberra Times". "Immer, wenn ich im Korb einen Schritt machte, schaukelte er von links nach rechts, es fühlte sich an, als würde ich im Meer laufen. Das war ziemlich seltsam und erschwerte den Lauf."

Warum rennt ein Australier fast 22 Kilometer auf einem Laufband im Himmel über Canberra? Er läuft gern und viel, aber am Ende geht es ihm doch ums Geld. Seine beiden Großväter, sagt Ginnivan, starben an Herzkrankheiten. Für die australische Heart Foundation will er 100.000 australische Dollar zusammenkriegen, rund 77.000 Euro - zu Wasser, zu Lande und auch in der Luft.

jbr

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