Missgeschick in Melbourne Junge nach fünf Stunden aus Süßigkeitenautomat befreit

Ein Vierjähriger entdeckte in einem australischen Hotel den wohl ersten Süßigkeitenautomaten seines Lebens - und blieb prompt darin stecken. Statt Keksen folgte eine stundenlange Tortur.


Tief hatte der vier Jahre alte Leo seine Hand in einen Süßigkeitenautomaten gesteckt - und kam dann stundenlang nicht mehr frei. Mit diesem nach Einschätzung der Einsatzkräfte "delikaten Einsatz" hatte es die Feuerwehr Melbourne jetzt in einer Hotellobby zu tun.

"Er sah die Oreos, Kekse und ein paar andere Dinge", berichtete der Vater des Jungen dem australischen Sender 9News. Dem Bericht zufolge gelang es dem Jungen in dem Hotel, in dem er und seine Familie übernachteten, seine kleine Hand an drei metallenen Diebstahlsicherungen in dem Automaten vorbeizuschieben. Doch dann ging nichts mehr.

Wie sehr die zupackende Maschine den Jungen dann im Griff hatte, lässt ein Bild erahnen, das die Journalistin Karen O'Sullivan auf Twitter veröffentlichte:

Die Feuerwehr rückte mit Trennschleifern und anderem schweren Gerät an, um den Süßigkeiten-Fan aus seiner misslichen Lage zu befreien. Das Prozedere setzte dem Kleinen sichtlich zu, er musste von den Rettern beruhigt werden.

Mit Cartoons, Stofftieren und Ohrenschützern versuchten sie, den Jungen abzulenken und bei Laune zu halten. Dennoch hörten Passanten das Kind bis auf die Straße schreien, wie der Sender CNN berichtete. Nach mehr als fünf Stunden konnte der Junge schließlich nahezu unverletzt befreit und zur Überwachung in ein Krankenhaus gebracht werden.

"Es war vermutlich der erste Süßigkeitenautomat, den er je gesehen hat", sagte der Vater nach der spektakulären Rettung 9News. "Wir leben in Arnhemland im Northern Territory." In dem australischen Gebiet, das etwa die Fläche von Portugal hat, leben gerade mal gut 20.000 Menschen.

apr



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.