Messie-Drama Brite verdurstet im eigenen Müll-Labyrinth

Den Nachbarn zufolge war er "einfach ein Sammler": Jetzt ist einem 74-jährigen Briten seine Leidenschaft, Dinge zu horten, zum Verhängnis geworden. Er verirrte sich in seinem eigenen Tunnelsystem aus Müll und starb vermutlich an Wassermangel.


London - Nachbarn des 74-Jährigen alarmierten am vergangenen Freitag die Polizei, nachdem sie Gordon Stewart mehrere Tage nicht mehr gesehen hatten. Weil der Gestank aus dem Haus so extrem war, riefen die Beamten ein Spezialteam zur Hilfe. Das rückte mit Schutzkleidung, Sauerstoffmasken, Gasdetektoren und ferngesteuerten Kameras an, um sich durch die Berge von Müll zu arbeiten, die Stewart in seiner Wohnung aufgestapelt hatte.

Wie der "Daily Telegraph" am Mittwoch berichtete, hatte sich Stewart offenbar in einem Tunnelsystem, das er selbst aus Unrat gebaut hatte, verirrt. Die Ermittler vermuten, dass der Mann an Wassermangel starb, nachdem er keinen Ausweg mehr aus den Bergen von Einkaufstüten, Kästen, alten Möbeln und anderen Abfällen gefunden hatte.

Der Mann mit dem Pferdeschwanz war häufig mit seinem Fahrrad in der Nachbarschaft unterwegs. "Er war leicht exzentrisch, aber sehr klug", sagte ein Anwohner. "Er war einfach ein Sammler. Er kam immer mit einer geballten Ladung Kartons nach Hause und lebte in seiner eigenen Welt." Es wird angenommen, dass Stewart alleine lebte und keine Verwandten hatte.

ala/dpa



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