Zwangsprostitution Polizisten in Mexiko befreien 30 Frauen

Die mexikanische Polizei hat bei Razzien Dutzende Frauen befreit. Sie waren unter falschen Versprechungen ins Land gelockt worden und mussten sich dann prostituieren.


Dutzende Frauen vor allem aus Kolumbien und Venezuela wurden in Mexiko gegen ihren Willen festgehalten. Sie seien mit dem Versprechen einer Arbeit nach Mexiko gelockt und dann zur Prostitution gezwungen worden, berichtet die Polizei. Nun haben Beamte 30 von ihnen bei Razzien befreien können.

Ein Mann und eine Frau wurden unter dem Verdacht festgenommen, die Frauen bewacht und ihre Sexdienstleistungen koordiniert zu haben.

Der größere der beiden Polizeieinsätze fand in Toluca im Bundesstaat México statt. Dort befreiten Polizisten 14 Kolumbianerinnen und zehn Venezolanerinnen im Alter zwischen 21 und 39 Jahren. Fünf weitere Venezolanerinnen sowie eine Mexikanerin wurden in der bei Touristen beliebten Stadt Cuernavaca im Bundesstaat Morelos befreit.

Kriminelle Banden unter Mordverdacht

Auch im mexikanischen Bundesstaat Veracruz hat die Gewalt in diesem Jahr stark zugenommen. Von Januar bis Oktober wurden knapp 1400 Morde registriert, im gesamten Jahr 2016 waren es rund 1260. Die Regierung des Bundesstaates führt dies auf die Machtkämpfe zwischen den im Drogenschmuggel aktiven Banden, die illegale Einwanderung aus Mittelamerika sowie den Treibstoffdiebstahl aus Pipelines zurück.

Am Freitag war dort der Bürgermeister von Ixhuatlán del Madero, Víctor Manuel Espinozaseien, bei dem Angriff getötet worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Erst vor wenigen Tagen hatte eine Gruppe von mindestens 30 bewaffneten Männern den designierten Bürgermeister von Hidalgotitlán in Veracruz ermordet. Die Tat soll auf das Konto einer kriminellen Bande gehen.

vks/AFP

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