Mexiko Zahl der Erdbebenopfer gestiegen

Die Zahl der Todesopfer in Mexiko ist gestiegen: Das schwerste Erdbeben seit mehr als 85 Jahren forderte bislang mindestens 90 Tote. Die Aufräumarbeiten dauern an.

Aufräumarbeiten in Juchitan
DPA

Aufräumarbeiten in Juchitan


Die Zahl der Toten des Erdbebens in Mexiko ist auf mindestens 90 gestiegen. Allein im am schwersten betroffenen Bundesstaat Oaxaca seien 71 Menschen ums Leben gekommen, sagte ein Sprecher der Zivilschutzbehörde. Hinzu kommen lokalen Behörden zufolge mindestens 15 Menschen im Bundesstaat Chiapas und weitere vier in Tabasco.

Rund 50 Millionen Menschen hatten die heftigen Erdstöße in der Nacht zu Freitag gespürt, auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Das Zentrum des Bebens der Stärke 8,2 lag im Pazifik, 137 Kilometer südwestlich von Tonalá in Chiapas. Es gilt neben dem Beben von 1932 als stärkstes je gemessenes in Mexikos Geschichte.

Epizentrum des Erdbebens
USGS/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Epizentrum des Erdbebens

Am Wochenende dauerten die Aufräumarbeiten an. Viele Anwohner trauten sich noch nicht in ihre Häuser zurück, da sie angesichts der schlechten Zustände der Gebäude befürchteten, dass diese bei Nachbeben einstürzen könnten.

Hinzu kamen die Folgen des Sturms "Katia", der am Samstag in Mexiko auf Land getroffen war. Zwar schwächte er sich danach massiv ab, hinterließ aber trotzdem 70.000 Menschen im am stärksten betroffenen Bundesstaat Veracruz ohne Strom. Zwei Menschen starben bei Erdrutschen. Angesichts starker Regenfälle wurden weitere Tote befürchtet.

kry/Reuters/dpa



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