MH17-Abschuss über der Ostukraine Experten-Team kann auf Trümmerfeld weitere Leichenteile bergen

Nach tagelangen Verzögerungen sind internationale Experten an die Absturzstelle des malaysischen Flugs MH17 in der Ostukraine gelangt. Dort fanden sie weitere Leichenteile der Opfer.

Rettungskräfte auf einem Feld nahe der Absturzstelle: Heftige Gefechte erschweren Suche
AFP

Rettungskräfte auf einem Feld nahe der Absturzstelle: Heftige Gefechte erschweren Suche


Kiew - Rund zwei Wochen nach dem Abschuss des malaysischen Flugs MH17 über der Ostukraine haben westliche Ermittler weitere Leichenteile geborgen. Das Team aus Niederländern und Australiern sei von dem Einsatz an der Absturzstelle wohlbehalten zurückgekehrt, sagte der australische Ministerpräsident Tony Abbott.

Den Experten war es am Donnerstag nach tagelangen vergeblichen Versuchen erstmals möglich, zur Absturzstelle zu gelangen. Heftige Gefechte zwischen ukrainischen Regierungseinheiten und prorussischen Kämpfern in der Region hatten dies zuvor verhindert. Ein größeres Team wolle sich innerhalb von 24 Stunden erneut zur Absturzstelle begeben, hieß es. Nach Informationen des australischen Außenministeriums sind die Leichen von 80 Opfern noch nicht geborgen worden.

Flug MH17 war am 17. Juli mit 298 Menschen an Bord in der umkämpften Ostukraine abgestürzt, 195 der Opfer waren Niederländer. Kiew und die Separatisten werfen sich gegenseitig vor, das Flugzeug abgeschossen zu haben. In der Ostukraine kämpfen die ukrainische Armee und die prorussischen Separatisten weiter um die Hoheit über das Gebiet der Absturzstelle von Flug MH17, das derzeit unter der Kontrolle der Milizen steht.

Die Hintergründe des Absturzes sind noch nicht geklärt. Nach ukrainischen Angaben sei er durch einen "Druckabfall in Verbindung mit einer starken Explosion" verursacht worden. Derzeit weisen zahlreiche Indizien darauf hin, dass prorussische Separatisten die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit Hilfe eines "Buk"-Flugabwehrsystems angegriffen haben.

vks/dpa

insgesamt 4 Beiträge
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fabio 01.08.2014
1. Gut,
dass sie endlich arbeiten können. Was mich beunruhigt: bald sollen ja auch bewaffnete holländische Soldaten zur Unfallstelle kommen. Jede Wette,dass die dann beschossen werden,man dann die Separatisten dafür verantwortlich macht, und dann die NATO eingreift. Wir werden ja sehen.Ich hoffe,dass dann wirklich ein paar Journalisten die richtigen Fragen stellen werden.Die Hoffnung stirbt zu letzt..
mwiehagen 01.08.2014
2. der Inhalt ist sehr mager
mich hätte interessiert, was konkret getan bzw. erreicht wurde. es werden angeblich noch 80 Personen vermisst. Kein einziges Wort, ob man noch bergen konnte. Oder sind die Leichen womöglich von wilden Raubtieren, Wölfen, Füchsen oder Raub- Greifvögeln verstümmelt? Das wäre fatal, muss aber wohl befürchtet werden...
Hans58 01.08.2014
3.
Zitat von fabiodass sie endlich arbeiten können. Was mich beunruhigt: bald sollen ja auch bewaffnete holländische Soldaten zur Unfallstelle kommen. Jede Wette,dass die dann beschossen werden,man dann die Separatisten dafür verantwortlich macht, und dann die NATO eingreift. Wir werden ja sehen.Ich hoffe,dass dann wirklich ein paar Journalisten die richtigen Fragen stellen werden.Die Hoffnung stirbt zu letzt..
Es sind unbewaffnete, nicht Uniform tragende, niederländische Militärpolizisten vor Ort. Die Idee der niederländischen Regierung, die Absturzstelle durch Soldaten sichern zu lassen, ist schon längst zu den Akten gelegt worden.
wilee19 01.08.2014
4. Suchhunden finden ALLES
Zitat von sysopAFPNach tagelangen Verzögerungen sind internationale Experten an die Absturzstelle des malaysischen Flugs MH17 in der Ostukraine gelangt. Dort fanden sie weitere Leichenteile der Opfer. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/mh17-abschuss-weitere-leichenteile-an-absturzstelle-geborgen-a-983938.html
Mit Suchhunden findet man jedes Leichenteil IMMER. Das ist nicht möglich, dass etwas nicht gefunden wird, man muss die nur suchen lassen. Auch was sogar tief unter der Erde gerät, findet ein Suchhund noch nach viele Jahrzehnten.
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