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Missbrauchsvorwürfe: Bistum Hildesheim setzt unabhängigen Gutachter ein

Das Bistum Hildesheim ist wegen seines Umgangs mit Missbrauchsvorwürfen in die Kritik geraten. Nun soll ein unabhängiger Gutachter die Aufklärungsarbeit in der Diözese untersuchen.

Das Bistum Hildesheim ist wegen seiner mangelnden Aufklärungsarbeit nach Missbrauchsvorwürfen gegen Pater Peter R. kritisiert worden. Nun hat das Bistum angekündigt, den Umgang mit den Vorwürfen von einem unabhängigen Gutachter untersuchen zu lassen.

"Der Gutachter soll auch den Auftrag erhalten, zu überprüfen, ob es möglicherweise weitere Fälle des sexuellen Missbrauchs durch R. in der Diözese gegeben hat", heißt es in einer Mitteilung. Der Gutachter solle mit der zuständigen Staatsanwaltschaft eng zusammenarbeiten. Wer den Job übernehmen wird, ist noch nicht bekannt.

Hintergrund: 2010 wandte sich ein junges Mädchen namens Anna* an das Bistum und erhob schwere Vorwürfe gegen Pfarrer R. Der stand damals schon im Zentrum des großen Missbrauchsskandals am Berliner Canisius-Kolleg - doch das Bistum Hildesheim gab die neuen Hinweise erst Monate später an die Staatsanwaltschaft weiter. Die Vorgänge wurden erst im vergangenen November durch eine WDR-Dokumentation öffentlich.

Bischof Norbert Trelle gab im Dezember Fehler im Umgang mit dem Fall zu, wies den Vorwurf der Vertuschung aber zurück.

Zuletzt erhob auch Annas Mutter Missbrauchsvorwürfe gegen Pater R. - und das Bistum musste einräumen, bereits vor fünf Jahren erstmals über einen solchen Verdacht informiert worden zu sein. Mehr zu dem Fall lesen Sie hier.

*Name geändert

hut

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Wenn die Kirche überreagiert
günter1934 28.01.2016
Die Angst der kath. Kirche vor einem Sexualskandal bei Kindern hat sich in Mainz-Weisenau gezeigt. Da wurde nach dem Bericht einer Mutter von sexuellen Handlungen unter den Kindergartenkindern das komplette Personal fristlos entlassen. Die Kirche zeigte sich entsetzt und wollte offenbar möglichst schnell reinen Tisch machen. Der Schuss ging aber nach hinten los, - es stellte sich heraus, dass alle Vermutungen haltlos waren, - es war überhaupt nichts passiert. Die Kindergärtnerinnen sind stigmatisiert, finden keine neue Stelle und kämpfen teilweise heute noch um ihre Rehabilitation! http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/der-eingebildete-skandal-eine-analyse-der-angeblichen-uebergriffe-an-einer-kita-in-mainz-weisenau_16588530.htm
2. Meinungsfreiheit ist im GG garantiert
dr.loprer 28.01.2016
In dem SPON Bericht: "Kiel: Aufregung um Leitlinie zu kleinkriminellen Flüchtlingen" wird offensichtlich staatlich veranlasster Rechtsbruch wieder einmal bagatellisiert. Bitte schreiben Sie Ihre Meinung dazu, solange Sie das noch können. Tut was Leute, bevor D-Land wieder mal kaputt gemacht wird. Carpe Diem ...
3.
opagila 28.01.2016
Das ist doch wieder typisch. Erst handeln wenn es nicht mehr geht. Dann hat man nur einen Fehler gemacht. Wenn es nicht raus kommt, ist es noch besser. Dann müssen sich diese Typen nicht ihrer Verantwortung stellen und machen einfach weiter. Seit vielen hundert Jahren eine funktionierende Masche. Jeder dieser Typen sollte kastriert werden. Ohne Betäubung.
4. Genaue Aufklärung
tatsache2011 28.01.2016
"... fordert Kardinal Reinhard Marx eine genaue Aufklärung und eine deutliche Antwort des Rechtsstaates. Die Exzesse seien für unsere Gesellschaft zutiefst verstörend und könnten in keiner Weise toleriert werden, erklärte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz am Freitag in Bonn." Zitat 8.1.2016 http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/zutiefst-verstorende-exzesse Allerdings geht es um Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof und in anderen Großstädten.
5. Entschuldigung!
günter1934 28.01.2016
Wo sind wir hier eigentlich? Kastrieren ohne Betäubung? Eine eher gemässigte Antwort von mir dazu wurde einfach gecancelt/zensiert.
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