Nach Coming-out des Sohnes Mutter holt sich Rat in Schwulenbar

Bloß nichts Falsches sagen: Nach dem Coming-out ihres Sohnes hat eine Frau in den USA in einer Schwulenbar um Hilfe gebeten. Auch für die Barkeeperin eine neue Erfahrung.


Nach 17 Jahren als Barkeeperin glaubte Kaley Coley aus dem US-Bundestaat Mississippi, schon alles erlebt zu haben. Dann kam der Anruf einer Mutter, die nach dem Coming-out ihres Sohnes auf der Suche nach Hilfe war.

"Ist das eine Schwulenbar?", fragt die Anruferin laut Coley, die das Gespräch in einem Facebook-Posting wiedergegeben hat. Sie antwortet der Frau am Telefon, dass der Club für alle offen sei, aber hauptsächlich Schwule die Bar besuchen würden. Coley arbeitet in der Bar "Sipps" in Gulfport, einer Kleinstadt am Golf von Mexiko.

Dann wird das Gespräch konkreter: "Sind Sie homosexuell?", fragt die unbekannte Frau die Barkeeperin. Als Coley die Frage bejaht, fragt die Anruferin weiter: "Was haben Sie sich von Ihren Eltern gewünscht, als Sie sich geoutet haben?" Die Frau habe dann von dem Coming-out ihres Sohnes berichtet und ihrer Sorge, etwas zu sagen, was ihn unglücklich machen könnte.

"Sie sollten ihn auf jeden Fall wissen lassen, dass Sie ihn lieben und akzeptieren. Ich denke, dann wird alles in Ordnung sein", habe Coley ihr geraten. Sie arbeite zwar seit vielen Jahren in Schwulenbars, aber so etwas sei ihr noch nie passiert, schreibt Coley bei Facebook.

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