Von Müll begraben Mindestens 17 Tote durch Abfall-Lawine in Mosambik

Beim Einsturz eines Müllbergs in der Hauptstadt Mosambiks sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Die Anwohner nahe der offenbar überfüllten Deponie wurden mitten in der Nacht von der Abfall-Lawine überrascht.

Rettungshelfer am eingestürzten Müllberg in Mosambik
DPA

Rettungshelfer am eingestürzten Müllberg in Mosambik


Durch heftigen Regen ins Rutschen geratene Müllmassen haben in einem Armenviertel von Mosambiks Hauptstadt Maputo mindestens 17 Menschen in den Tod gerissen, darunter vier Kinder.

Die Abfall-Lawine einer benachbarten Müllkippe habe die Einwohner des Viertels Hulene am Stadtrand von Maputo in der Nacht zum Montag im Schlaf überrascht, teilten die Rettungskräfte mit. Fünf Häuser seien zerstört worden. Die Rettungskräfte rechneten mit weiteren Opfern.

In den zerstörten Häusern lebten offenbar mehr Menschen, als bisher tot geborgen wurden, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Daher werde die Suche nach möglichen weiteren Opfern fortgesetzt.

Nach Angaben der Vertreterin der Bewohner von Hulene, Teresa Mangue, war die Müllkippe bereits vor mehr als zehn Jahren voll und hätte geschlossen werden müssen. Stattdessen sei dort aber weiter Abfall aufgetürmt worden. "Die Folge sehen wir jetzt", sagte Mangue.

Die Behörden gehen davon aus, dass Dutzende Menschen davon leben, die Deponie im Stadviertel Hulene nach brauchbarem Material zu durchforsten. Sie leben häufig in der Nähe der Deponie.

Am Sonntag hatten in Maputo heftige Regenfälle eingesetzt. In der Folge gab es in der Hauptstadt des südafrikanischen Landes Überschwemmungen. Häuser wurden beschädigt und Straßen überflutet.

cop/AFP/dpa

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