Mülheim an der Ruhr Jugendlicher stirbt vermutlich an Kohlenmonoxid-Vergiftung

Ein 14-Jähriger aus dem Ruhrgebiet erlitt wahrscheinlich durch eine defekte Therme eine Kohlenmonoxid-Vergiftung und starb. Weitere Bewohner des Hauses und zwei Sanitäter mussten ins Krankenhaus gebracht werden.


Offenbar ist ein 14-Jähriger in Mülheim an der Ruhr an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. Angehörige hätten ihn bewusstlos im Haus gefunden, sagte eine Polizeisprecherin in der Ruhrgebietsstadt. Rettungskräfte hätten ihn ins Freie gebracht und reanimiert, aber nicht mehr retten können.

Zwei Sanitäter wurden laut Feuerwehr nach dem Einsatz wegen einer Vergiftung ins Krankenhaus gebracht. Ein Gerät, das Kohlenmonoxid in der Luft misst, habe angeschlagen. Nun wird laut Polizei geprüft, ob das Gas tatsächlich zum Tod des Jugendlichen geführt hat.

Vier weitere Bewohner des Hauses seien wegen hoher Kohlenmonoxidwerte ebenfalls in eine Klinik gebracht worden, erklärte ein Feuerwehrsprecher. Er geht davon aus, dass der Fall im Zusammenhang mit einer defekten Gastherme steht. Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" hatte zunächst darüber berichtet.

Kohlenmonoxid kann beispielsweise durch eine defekte Gasheizung, einen verstopften Schornstein, einen falsch betriebenen Kamin oder glimmende Kohle in Innenräumen entstehen. Das Gas ist geruchlos, eine bestimmte Dosis kann innerhalb kurzer Zeit tödlich sein.

cop/dpa



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