Prozess in München Mann verklagt Landwirtin wegen Kuhglocken-Lärm

Ein Hausbesitzer aus Bayern verklagt eine Landwirtin, die ihre Kühe auf dem Nachbargrundstück grasen lässt. Den Lärm der Kuhglocken hält der Mann für unerträglich.

Kuh mit Glocke (Archivfoto)
DPA

Kuh mit Glocke (Archivfoto)


Ein Streit über zu laute Kuhglocken beschäftigt die Justiz in München: Ein Hausbesitzer aus dem oberbayerischen Holzkirchen fühlt sich durch den Lärm von der Weide, die an sein Grundstück grenzt, gestört. Er verklagt die Landwirtin, die die Weide gepachtet hat. Auf Schlichtungsversuche einer Richterin ging er nicht ein.

Laut dem Anwalt des Klägers verursacht das Gebimmel der Glocken bei dem Mann und dessen Frau Schlaflosigkeit und Depressionen. Vor dem Landgericht München II wolle er nun erwirken, dass das Grundstück nicht mehr für Weidezwecke genutzt werden dürfe.

In dem Fall hatte es vor zwei Jahren einen Vergleich gegeben: Ein Mindestabstand der Weidefläche zum Haus und weniger Glocken sollten zur Einigung führen - dieser Kompromiss hatte offenbar keinen dauerhaften Erfolg.

Die Klage des Hausbesitzers richtet sich ebenfalls gegen die Gemeinde Holzkirchen im Landkreis Miesbach, denn die hatte das Grundstück an die Landwirtin verpachtet.

cop/dpa

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