Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Münster: Polizei setzt Pfefferspray gegen Neonazi-Gegner ein

"Keinen Meter den Nazis", unter diesem Motto gehen 2000 Menschen in Münster auf die Straße. Bei der Gegendemo zu einem Neonazi-Aufmarsch kommt es zu Auseinandersetzungen - die Polizei geht mit Pfefferspray gegen die Demonstranten vor.

2000 Menschen demonstrierten am Samstag in Münster gegen etwa 200 Neonazis Zur Großansicht
DPA

2000 Menschen demonstrierten am Samstag in Münster gegen etwa 200 Neonazis

Münster - Mehr als 2000 Menschen haben am Samstag in Münster überwiegend friedlich gegen einen Neonazi-Aufmarsch demonstriert. Kirchen, Gewerkschaften und Parteien hatten unter dem Motto "Keinen Meter den Nazis" an verschiedenen Punkten der Stadt zu Protesten gegen Rechtsextremismus aufgerufen. Nach Polizeischätzungen waren bis zum Mittag etwa 200 Neonazis am Startpunkt des geplanten Marschs.

Noch vor dem Start des Neonazi-Marschs kam es zu Auseinandersetzungen einiger Gegendemonstranten mit der Polizei. An zwei Stellen versuchten 150 gewaltbereite Demonstranten, Sperren zu durchbrechen und auf die Route vorzudringen, die für die Neonazis abgetrennt worden war. Die Polizei setzte nach eigenen Angaben Pfefferspray ein. Außerdem löste sie eine Sitzblockade auf, mit der Demonstranten den Rechtsextremisten den Weg versperren wollten.

"Die ganz überwiegende Mehrheit der Demonstranten bringt ihren Protest gegen die Neonazis aber friedlich zum Ausdruck", sagte Polizeisprecher Jan Schabacker am Samstag. Die Polizei hatte an die Gegendemonstranten appelliert, friedlich zu bleiben. Teilnehmer sollten sich von Gewalttätern distanzieren. "Nur so kann verhindert werden, dass gewaltbereite Chaoten den an sich friedlichen Protest als Bühne für Krawall nutzen", sagte Münsters Polizeipräsident Hubert Wimber laut einer Pressemitteilung.

lgr/dpa

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 29 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
baum_kind 03.03.2012
Zitat von sysopDPA"Keinen Meter den Nazis", unter diesem Motto gehen 2000 Menschen in Münster auf die Straße. Bei der Gegendemo zu einem Neonazi-Aufmarsch kommt es zu Auseinandersetzungen - die Polizei geht mit Pfefferspray gegen die Demonstranten vor. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,819089,00.html
Es waren auf der 1. Gegendemo ( http://static.wn.de/var/storage/images/wn/artikel/parkplatz/massiver-protest-gegen-nazis-rechter-aufmarsch-in-muenster-polizei-rechnet-mit-ueber-2000-gegendemonstranten/muenster-vor-dem-neonazi-aufmarsch-wn/28459754-1-ger-DE/Muenster-vor-dem-Neonazi-Aufmarsch-wn_image_630_420f_wn.jpg) Demo mehr als 4000 Menschen...2000 insgesamt ist weit untertrieben!
2.
V.n. 03.03.2012
Zitat von baum_kindEs waren auf der 1. Gegendemo ( http://static.wn.de/var/storage/images/wn/artikel/parkplatz/massiver-protest-gegen-nazis-rechter-aufmarsch-in-muenster-polizei-rechnet-mit-ueber-2000-gegendemonstranten/muenster-vor-dem-neonazi-aufmarsch-wn/28459754-1-ger-DE/Muenster-vor-dem-Neonazi-Aufmarsch-wn_image_630_420f_wn.jpg) Demo mehr als 4000 Menschen...2000 insgesamt ist weit untertrieben!
Laut Münstersche Zeitung sprach die Polizei von 3000 Gegendemonstranten, was laut Beobachtern wohl eher noch untertrieben sei.
3. Weit mehr Gegendemonstranten!
gipsy69 03.03.2012
Selbst im Radio ist schon von 5000 Gegendemonstranten die Rede. 2000 wäre für Münster schon recht wenig und vorstellen kann ich mir diese geringe Anzahl nicht. Dafür ist man hier zu sehr auf "bunt" eingestellt. Und das ist gut so!
4. Falsche Überschrift?
der.belgarath 03.03.2012
"Pfefferspray gegen Neonazi-Gegner"? Nein, Pfefferspray wurde nicht gegen bloße Gegendemonstranten eingesetzt, es wurde gegen Gewalttäter eingesetzt, die unter dem Deckmantel des "Antifaschismus" ihre intolerante Geisteshaltung durchsetzen wollten. Solange ihnen das Bundesverfassungsgericht nicht die Bürgerrechte aberkannt haben, haben auch Neonazis Versammlungsfreiheit und Demonstrationsrecht. Ihnen dieses Recht streitig zu machen, anders als durch blanke Gegendemonstration, zum Beispiel durch Blockade, ist nicht nur gesetzeswidrig, sondern auch moralisch verwerflich! Die Polizei hat korrekt gehandelt, sie hat die Inanspruchnahme der Grundrechte jedes Bürgers gegen die Beeinträchtigung durch Gewalttäter sicherzustellen, ohne Ansehen der Person. Ich finde es mehr als bedauerlich, wie hier Gewalttäter unter dem Deckmäntelchen des "Anti-"Faschismus ihre Intoleranz ausleben können und noch von den Medien dafür gehätschelt werden!
5. ...
Tsardian 03.03.2012
So dämlich diese Nazis auch sind, die meisten verstehen leider nicht, das die Polizei die Grundrechte der Neonazis schützen MUSS. Es gilt nunmal Demonstrationsfreiheit. Die Polizei kann den Gegendemonstranten nicht erlauben dieses Recht bei den Neonazis einzuschränken. Ich verstehe nicht warum man sich deswegen immer mit der Polizei anlegen muss.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Fotostrecke
Jahresrückblick: Braune Zelle von Zwickau


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: