Neujahrsschwimmen in Europa: Eiskalte Tradition

Zum Neujahrstag rannten Tausende Europäer wieder ins eiskalte Meer. Auch die Australier begrüßten so das neue Jahr - allerdings mussten sie das Wasser dank eines ungebetenen Gastes vorzeitig verlassen.

Neujahrsschwimmen: Ab in die Fluten Fotos
DPA

Den Haag - Es ist kalt, nass, windig und trotzdem machen jährlich Tausende mit beim traditionellen Neujahrsschwimmen. In den Niederlanden sei diesmal mit 40.000 Teilnehmern an mehr als hundert Badestellen sogar ein Rekord erreicht worden, sagte eine Sprecherin der Veranstalter.

Allein in Scheveningen bei Den Haag hätten rund zehntausend Menschen ein Bad im acht Grad kalten Meer genommen. Die Badenden rannten rufend und lachend ins Meer und kurz darauf wieder heraus. Die Außentemperatur lag ebenfalls bei acht Grad, nicht gerade winterlich. Aber bei dem starken Wind habe es sich eher wie null Grad angefühlt, sagte die Sprecherin.

"Es ist ein bisschen verrückt, aber es ist eine Tradition", sagte der 29-jährige Sander Veltahuizen, "wenn man Niederländer ist, muss man das mindestens einmal im Leben machen." Veltahuizen badet bereits zum elften Mal in Folge mit. Der 83-jährige Ok van Batenburg hingegen durfte in diesem Jahr nicht. Er gehörte zu den ersten, die ins Meer sprangen, als die Tradition 1960 ins Leben gerufen wurde. In diesem Jahr, sagt van Batenburg, habe sein Arzt ihm allerdings vom Neujahrsbad abgeraten.

Nicht nur in den Niederlanden, auch in Deutschland, der Schweiz, Portugal, Frankreich und Australien begrüßten so viele das neue Jahr. Am Bondi-Beach in Sydney verließen allerdings Tausende vorzeitig das Wasser: Denn von einem Patrouillen-Boot aus wurde offenbar ein großer Hai gesichtet und Alarm gegeben. Ein Hubschrauber wurde zur Aufklärung eingesetzt. Nach 25 Minuten gaben die Behörden das Badevergnügen wieder frei.

fdi/fln/AFP

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1. Peinlich
hahebo 02.01.2013
Alle Bilder der Fotostrecke sind von 2012
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