Tragische Verwechslung im Krematorium Es war die Falsche

Manchmal macht Trauer blind. Ein Bestattungsunternehmen in New York hat eine falsche Leiche zu einer Trauerfeier gebracht. Die Familie wunderte sich zwar über das Aussehen der Toten, dennoch nahm die Geschichte ihren Lauf.


New York - Val-Jean McDonald war mit einem reichen Leben gesegnet, sie hatte 8 Söhne, 20 Enkelkinder, viele Großenkel und sogar schon Großgroßenkel, heißt es in einem Bericht der "New York Times". Im Alter von 81 Jahre sei die alte Dame dann im Dezember in New York einem Krebsleiden erlegen.

Zu ihrer Trauerfeier kamen etliche Verwandte und Freunde nach Harlem, am offenen Sarg verabschiedeten sie sich von der Verstorbenen, die in ihren Lieblingskleidern und mit ihrem Schmuck aufgebahrt worden war.

"Warum haben sie ihr die Haare geschnitten", fragte einer der Söhne. Vielleicht der Krebs..? Vielleicht die Schminke des Bestatters? Nun gut. "Das ist nicht Mom", sagte ein anderer der Söhne, doch mit dem Hinweis auf die lange Krankengeschichte gab auch er sich zufrieden. Sie küssten die Tote, am nächsten Tag wurde die Leiche eingeäschert.

Doch einige Tage später rief das Bestattungsunternehmen an und sagte: "Die Tote war nicht ihre Mutter", es habe eine Verwechslung gegeben. Der Körper von Val-Jean McDonald sei noch immer bei dem Bestatter.

Die Familie organisierte daraufhin eine zweite Trauerfeier. Wer die falsche Leiche war, blieb zunächst unklar.

jul/dpa



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