Times Square in New York Bürgermeister will gegen Nackt-Poserinnen vorgehen

Auf dem Times Square tummeln sich nicht nur verkleidete Cowboys und Superhelden: Auch nackte Frauen posieren gegen Geld für Fotos. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio gefällt das gar nicht.

AP

Sie tragen nur ein knappes Höschen, ihren Körper haben sie bemalt mit den Stars and Stripes. Die Frauen auf dem New Yorker Times Square sind ein Touristenmagnet, für Geld lassen sie sich mit Männern, Frauen oder ganzen Familien ablichten. Bürgermeister Bill de Blasio sind sie jedoch ein Dorn im Auge. Was sie täten, sei falsch, sagte de Blasio. Ihre Arbeit müsse reguliert werden.

Der "New York Times" zufolge hat es in jüngster Zeit immer wieder Beschwerden über vermeintlich aufdringliches Verhalten der "Desnudas" (spanisch: Nackte) gegeben. Die exzentrischen Frauen - hauptsächlich Latinas - würden häufig vorbeigehende Männer ansprechen, sie am Arm ziehen oder sich an ihnen reiben, um sie zu einem gemeinsamen Foto zu überreden, sagte der Vorsitzende der Times Square Alliance, Tim Tompkins, der Zeitung.

Nach Angaben der "New York Daily News" bekommen die Frauen zwischen 10 und 20 Dollar für ein Foto.

"Mir gefällt die Situation am Times Square nicht", sagte de Blasio. "Wir werden sehr aggressiv dagegen vorgehen." Gleichzeitig räumte er ein, dass es aufgrund der Rechtslage schwer sei, die Praktiken einzuschränken. Wie die "NYT" schreibt, ist es in der Metropole legal, sich oben ohne zu zeigen - solange es einer künstlerischen Darbietung dient. De Blasio sieht in den Frauen aber keine Künstlerinnen, vielmehr würden sie ein Geschäft betreiben, sagte er. Das könnte es möglich machen, Vorschriften durchzusetzen. "Wir werden einen Weg finden."

kis/AP



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