Oberbayern Behörden rufen Katastrophenfall wegen Waldbrand aus

Im oberbayerischen Oberaudorf am Inn musste der Katastrophenfall ausgerufen werden. Der Brand in einem Bergwald hielt 200 Einsatzkräfte in Atem. Ihre Furcht: der Sturm.

Bergwald in Oberbayern
DPA

Bergwald in Oberbayern


Ein Brand im Bergwald oberhalb von Oberaudorf am Inn (Landkreis Rosenheim) hat rund 200 Einsatzkräfte in Atem gehalten. Das Landratsamt Rosenheim rief am Nachmittag den Katastrophenfall aus.

Der Brand in dem unwegsamen Gelände könne nur aus der Luft bekämpft werden, teilte die Behörde mit. Dazu starteten mehrere Hubschrauber immer wieder mit ihren Löschwasserbehältern. Der Brand im Gemeindegebiet von Kiefersfelden sei noch nicht unter Kontrolle, hieß es am Abend.

Die Behörden riefen den Katastrophenfall aus, weil dies zur Koordinierung der unterschiedlichen Einsatzkräfte nötig sei, hieß es. Zudem habe es eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes gegeben, dass starke Sturmböen zu erwarten seien. Das sei im Falle eines Brandes natürlich eine denkbar ungünstige Lage, sagte eine Behördensprecherin.

Alm auf 1090 Meter Höhe wurde evakuiert

Der Brand war am Vormittag entdeckt worden. Das Gelände sei so steil und der Wind so unberechenbar, dass die Einsatzkräfte nicht in die Nähe des Brandherdes vordringen könnten, teilte das Landratsamt mit.

Sie hätten sich über die einzig mögliche Straße dem Feuer genähert und positioniert, um ein Übergreifen der Flammen auf die Ramsauer Alm zu verhindern. Die Einsatzkräfte evakuierten schon am frühen Morgen die bei Wanderern beliebte Alm auf 1090 Meter Höhe.

"Es ist alles unheimlich trocken, ein Wahnsinn", sagte einer der Einsatzkräfte. Die Rauchfahne der brennenden Bäume war kilometerweit zu sehen. Die Ursache für das Feuer ist bisher nicht bekannt. Der Brandherd am Schwarzenberg liegt nach Polizeiangaben an einem steilen, zu Fuß unzugänglichen bewaldeten Berghang.

tin/dpa

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