Unbekannte bei Olympia-Eröffnung: "Es war eine spontane Entscheidung"
Sie kam an den Sicherheitskräften vorbei und lief bei der Eröffnungsfeier mit der indischen Olympia-Delegation durch das Stadion. Nach Protesten der Sportfunktionäre folgt nun die Entschuldigung der Frau. Inzwischen ist auch bekannt, was sie in der Arena zu suchen hatte.
London - Es war eine "Blamage Indiens vor den Augen der Weltöffentlichkeit". Das sagte zumindest Muralidharan Raja, Indiens Chef de Mission. Er meinte damit einen Zwischenfall während der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele: Einer zunächst Unbekannten war es gelungen, gemeinsam mit den indischen Athleten durch das Stadion zu laufen.
Sie war schon rein äußerlich aufgefallen. Während die Sportler in gelb und dunkelblau gekleidet waren, trug die Unruhestifterin eine rote Jacke und eine hellblaue Hose. Sie lief direkt neben dem Fahnenträger, Ringer Sushil Kumar, die maximale Aufmerksamkeit war ihr also sicher. Und auch der Zorn des Nationalen Olympischen Komitees Indiens.
Nun hat sich die Frau entschuldigt. "Ich bedauere es, wenn ich die Gefühle meiner Landsleute verletzt habe", sagte sie. Es sei eine spontane Entscheidung gewesen, sie sei einfach eine stolze Inderin. Inzwischen ist bekannt: Die Frau ist 27 Jahre alt und war freiwillige Olympiahelferin. Ihren Namen gibt die "Times of India" ebenfalls an: Madhura Nagendra. Dem Bericht zufolge ist sie Studentin und war als offizielle Tänzerin für die Eröffnungsfeier engagiert.
aar/sid
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