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Ordnungs(ver)hüter: Bundesrat erwägt Kondompflicht in Bordellen

Die Politik macht sich für einen besseren Schutz von Prostituierten stark: Der Bundesrat erwägt die Einführung einer Kondompflicht in Bordellen. Wie die Einhaltung der Auflage überprüft werden soll, ist allerdings unklar.

Berlin - Auf seiner Sitzung am 4. Juni befasst sich der Bundesrat mit einem entsprechenden Antrag Baden-Württembergs. Dieser sieht eine "stärkere Reglementierung des Betriebs von Prostitutionsstätten" vor. Ziel ist es unter anderem, Prostituierte vor Sexualkrankheiten zu schützen, wie die "Saarbrücker Zeitung" am Freitag berichtete.

Betreiber von Freudenhäusern sollen künftig "auf die Kondompflicht deutlich sichtbar hinweisen" und "ungeschützten Geschlechtsverkehr nicht zulassen", heißt es in der Vorlage. Bei Verstößen sollen Bußgelder drohen. Der Antrag beinhaltet keine Vorschläge zur Überprüfung, ob ein Verstoß vorliegt.

Die Bundesregierung wird in dem Antrag allgemein aufgefordert, neue Gesetzesregelungen für Bordelle zu schaffen. Durch die Einführung einer "Erlaubnispflicht" soll die Eröffnung eines Freudenhauses nur noch mit Genehmigung der Behörden und unter Auflagen möglich sein.

han/apn

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