Franziskus' Osterbotschaft Papst mahnt Ende des Blutbads in Syrien an

In seiner Ostermesse hat Papst Franziskus den Syrienkrieg und den Konflikt im Gazastreifen thematisiert und zur Versöhnung aufgerufen. Tausende Menschen nahmen an dem Gottesdienst teil, trotz großer Sicherheitsbedenken.

AFP

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat Papst Franziskus am Sonntag im Vatikan seine Ostermesse abgehalten. Zentrales Thema waren dabei der Krieg und Syrien und die Unruhen im Gazastreifen. "Wir beten um Früchte der Versöhnung für das Heilige Land, das auch in diesen Tagen durch offene Konflikte heimgesucht wird, die die Zivilbevölkerung nicht verschonen", sagte der Pontifex vor dem traditionellen Segen "Urbi et Orbi" auf dem Petersplatz in Rom.

Bei Massenprotesten der Palästinenser an der Grenze zu Israel waren am Freitag 15 Menschen von israelischen Soldaten getötet und mehr als 1400 verletzt worden. Uno-Generalsekretär António Guterres verlange Aufklärung darüber, wie Menschen getötet beziehungsweise verletzt wurden, sagte dessen Sprecher. Auch er rief die Verantwortlichen auf, auf Handlungen zu verzichten, die zu weiteren Opfern führen können.

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Gazakonflikt: Die Nervosität steigt

Der Papst forderte zudem ein Ende des "schier endlosen Krieges" in Syrien. "Diesem Gemetzel muss unverzüglich ein Ende bereitet werden", sagte er. Möge an Ostern "das Licht des auferstandenen Christus die Gewissen aller politischen und militärischen Verantwortungsträger erleuchten, auf dass die fortschreitende Vernichtung sofort beendet, das humanitäre Völkerrecht respektiert und der Zugang zu der von diesen unseren Brüdern und Schwestern dringend benötigten Hilfe erleichtert wird", so der Papst.

Aus Furcht vor Anschlägen war die Gegend um den Petersplatz komplett abgeriegelt. Besucher wurden mehrmals durchsucht, um auf den mit rund 50.000 Blumen geschmückten Platz zu gelangen. Zum Auftakt der Osterfeierlichkeiten war der Papst am Donnerstag in ein römisches Gefängnis gefahren, um Strafgefangenen die Füße zu waschen.

An Ostern erinnert der Papst traditionell an die Auferstehung Jesu Christi. Es ist das wichtigste Fest für Christen in aller Welt. Der Segen "Urbi et Orbi" gehört zu den bekanntesten Riten der römisch-katholischen Kirche. Die lateinische Formel bedeutet "Der Stadt und dem Erdkreis" und wird nur Weihnachten, Ostern und nach einer Papstwahl verkündet.

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Vatikan: "Wir beten um Früchte der Versöhnung"

vks/dpa/AFP



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