Jahrmärkte in den USA Rodeo, Candy-Shops und Dixi-Klos

Fotografin Pamela Littky führt über Jahrmärkte in den USA - wo zwischen blinkenden Riesenrädern, üppig dekorierten Fressbuden und schillernden Misswahlen das gespaltene Land noch harmonisch zu sein scheint.

Pamela Littky

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Ein alternder Karussellbetreiber steht vor seinem Wohnwagen, eine junge Frau wird beim Rodeo zur Königin gekürt, Kinder mit geschminkten Gesichtern trinken aus großen Plastikbechern. Die amerikanische Fotografin Pamela Littky hat sie alle für ihren Bildband "American Fair" abgelichtet. Littky fuhr Tausende Kilometer durch das Land, um die Veranstaltungen zu besuchen, die längst zur US-Folklore gehören.

Insgesamt besuchte Littky 32 Jahrmärkte in 15 Bundesstaaten: "Sie finden überall in Amerika statt - egal, ob auf dem Land oder in der Stadt", sagt sie. Und alle gleichen sich ein wenig - mit ihren blinkenden Fahrgeschäften, kunterbunten Süßigkeitsbuden und traditionsreichen Wettbewerben wie Rodeos oder Misswahlen.

Littky sieht die Jahrmärkte als ein Ausdruck der Vielfalt des Landes: Menschen unterschiedlicher Schichten und Hintergründe, Alte und Junge, treffen sich, um Spaß zu haben.

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Rodeos, Zuckerwatte und Dixi-Klos: Jahrmärkte in den USA

"Ich bin schon als Kind dorthin gegangen, und es ist faszinierend, wie wenig sie sich gewandelt haben", sagt Littky über die Jahrmärkte. In ihrem Wesen seien die Veranstaltungen seit Jahrzehnten unverändert. "Sie gehören zu den beständigsten Traditionen Amerikas. Ich finde es ermutigend, wie sie zum größten Teil unberührt von der Spaltung zu sein scheinen, die es in unserem Land gibt."

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Auch wenn die Jahrmärkte mittlerweile an Beliebtheit eingebüßt hätten, würden sie für viele Gemeinden noch immer zu den Höhepunkten des Jahres gehören, so Littky.

Selbst verbrachte die Fotografin die meiste Zeit ihres Erwachsenenlebens in Los Angeles. In der Stadt vermisse sie echtes Verbundenheitsgefühl, sagt Littky. In den Jahrmärkten fand sie genau das: Einen Ort, an dem die Bewohner ihren Zusammenhalt feiern können.

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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
redneck 18.04.2018
1.
Die County fairs sind wunderbar. Die Fahrgeschaefte sind oft uralt und eigentlich nur Rahmenprogramm. Die Foodcourts der Locals sind das eigentliche Herz. Kirchen, Familien haben seit Jahrzehnten ihren Stall. Die Animalshows, Art-, Frucht-, Gemuese- und Pflanzen shows sind ziemlich spektakulaer. In einigen Gegend gibts noch die echten Rodeos statt die Fahrshow Rodeos.
dasfred 18.04.2018
2. Anscheinend gehören sie so zum Leben,
dass viele amerikanischen Serien mindestens eine Folge eingebaut haben, die diese Veranstaltungen in den Mittelpunkt setzen. Z.B. Simpsons, Malcolm mittendrin, Mord ist ihr Hobby und viele andere. Daher sind mir diese Volksfeste hauptsächlich bekannt.
BlogBlab 18.04.2018
3. LA County Fair
In der Stadt Los Angeles, wo die Fotografin aufgewachsen ist, gibt es allerdings keine County Fair. Sie findet seit den 1920er Jahren in dem 50 km entfernten, 150 000 Einwohner Ort Pomona statt.
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