Zoo feiert Geburt von Panda-Zwillingen Die werden noch süß

Zugegeben, so richtig niedlich sehen sie noch nicht aus. Doch das tut der Freude keinen Abbruch: Der Zoo in Washington bejubelt die Geburt von zwei Pandababys. Wer der Vater ist, soll ein DNA-Test zeigen.

DPA/PAMELA BAKER-MASSON/SMITHSONIANS NATIONAL ZOO

Nachrichtenagenturen war es eine Eilmeldung wert, das Event wurde live im Videostream übertragen, es gab eine offizielle Pressemitteilung, und auf Instagram wurden davor, währenddessen und danach Fotos veröffentlicht - und das alles wegen der Geburt von zwei Tierbabys.

Mama ist die Riesenpandabärin Mei Xiang, 17, sie lebt im Smithsonian National Zoo in Washington. Am Samstag platzte ihre Fruchtblase, wie auf Twitter zu lesen war. Um 17.35 Uhr kam dann das erste Baby zur Welt, etwa fünf Stunden später folgte das zweite. Die Tiere sind nur etwa so groß wie Mäuse und haben noch kein Fell.

Schon nach der ersten Geburt war Zoodirektor Dennis Kelly begeistert. Zwar sei das Junge sehr empfindlich, "aber wir wissen, dass Mei eine tolle Mutter ist", wird er in einer Mitteilung zitiert. Kurz nach der Bekanntgabe der ersten Geburt brach offenbar die Live-Videoübertragung aus dem Pandagehege zusammen, möglicherweise wegen zu vieler Zuschauer, wie der Zoo erklärte.

Mei Xiang war im April künstlich mit dem Sperma zweier Pandabären befruchtet worden. Der erste, Hui Hui, lebt in einer Panda-Forschungsstation in China; bei dem zweiten handelt es sich um ihren Zoo-Mitbewohner Tian Tian. DNA-Tests sollen später zeigen, wer der Vater der Babys ist. Auch das Geschlecht der Kleinen ist noch nicht bekannt.

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Pandabärin wird wieder Mutter: Zwei Babys für Mei Xiang
Für Mei Xiang steht nun erst mal Ruhe auf dem Plan - zumindest ein bisschen. Ihr Gehege bleibt in den kommenden zwei Wochen für das Publikum geschlossen. Nur per Überwachungskameras soll Neugierigen ein Blick auf Mutter und Jungtiere ermöglicht werden.

Die Pandabärin hat in der Vergangenheit schon mehrere Fehlgeburten erlitten. Doch zwei ihrer Babys überlebten: 2005 kam Tai Shan zur Welt, der inzwischen in China lebt. 2013 wurde Bao Bao geboren. Sie soll laut Zoodirektion noch etwa zwei Jahre bei ihrer Mutter bleiben und dann ebenfalls nach China gebracht werden.

Der Große Panda gehört zu den am stärksten bedrohten Tierarten der Erde. In China leben staatlichen Medien zufolge noch rund 1864 Tiere in freier Wildbahn. Pandas sind als notorische Sexmuffel bekannt - und ihnen setzt der Verlust ihres natürlichen Lebensraums zu. Deshalb spielt ihre Zucht in Gefangenschaft für das Überleben der Gattung eine wichtige Rolle.

aar/AFP



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dschiseskreist 23.08.2015
1. Art vs. Gattung
Der große Panda ist eine Art, weitere Panda Arten würden mit ihm zu der Gattung der Pandas gehören. Nun hat der Autor das Glück dass der große Panda einer monotypischen Gattung angehört die nur aus einer einzigen Art besteht. Ändert nichts daran dass der große Panda die Art Ailuropoda melanoleuca aus der Gattung Ailuropoda ist und die Formulierug am Textende jedem eingeweihten aufstößt, zu denen man ja einen Wissenschaftsjournalisten gern zählen würde...
dschiseskreist 23.08.2015
2. Und noch was kontroverses:
Nichts anderes als Habitatschutz rettet die Biodiversität. Projekte wie diese sind putzig und gut um die Bevölkerung zu sensibilisieren, retten werden sie den Panda am Ende nur wenn es dessen Lebensraum noch gibt. Von mir aus soll man das machen, mit der ganzen Kohle die bspw. auch bei uns in die hirnlose Grosstrappenaufzucht gepumpt wird sollten lieber Totalreservate gekauft werden. Der Panda ist am Ende seiner Stammesgeschichte angekommen, die Grosstrappe ist ein Steppenvogel der in Spanien (wieder) zur Plage wird. Habitatschutz ist das einzig sinnvolle, weil es eben auch das gesamte Ökosystem schützt und nicht nur einzelne Kuscheltiere.
eherkritisch 23.08.2015
3. Wie nett
Kaum geboren, werden die Jungen der Mutter gleich für eine Untersuchung/Impfung weggeschnappt. Was das wohl für eine Stressituation für die Mutter ist.
gusseisen 23.08.2015
4. Ein Glück
für die Pandas, dass man anscheinend keinem ihrer Körperteile aphrodisierende Wirkung nachsagt, sonst wären sie schon alle weg oder zumindest das Ziel der Arterhaltung komplett unerreichbar.
MartinS. 24.08.2015
5. ...
Zitat von dschiseskreistDer große Panda ist eine Art, weitere Panda Arten würden mit ihm zu der Gattung der Pandas gehören. Nun hat der Autor das Glück dass der große Panda einer monotypischen Gattung angehört die nur aus einer einzigen Art besteht. Ändert nichts daran dass der große Panda die Art Ailuropoda melanoleuca aus der Gattung Ailuropoda ist und die Formulierug am Textende jedem eingeweihten aufstößt, zu denen man ja einen Wissenschaftsjournalisten gern zählen würde...
Dann sollten diese "eingeweihten" vielleicht besser ihren Medienkonsum auf Wissenschaftsmagazine beschränken, und nicht bei er Online-Sparte des Spiegel in der Panorama-Rubrik nach Staubkörnern suchen. Ich meine ja nur - wer so empfindlich ist, dass ihm diese untragbaren Formulierungen aufstoßen, der muss sich doch wenigstens ein bisschen selbst schützen und sollte nicht die Medien des uninformierten Pöbels verfolgen.
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