VatiLeaks-Skandal: Papst Benedikt kritisiert die Medien

Benedikt XVI. hat sich erstmals persönlich zum Skandal um Geheimnisverrat im Vatikan geäußert - und die Medien kritisiert. Das Bild, das in der Öffentlichkeit vom Heiligen Stuhl verbreitet werde, habe "nichts mit der Realität zu tun", sagte der Papst in Rom. Er selbst sei tief traurig.

Papst Benedikt XVI. am Mittwoch auf dem Petersplatz: "Vertrauen erneuern"Zur Großansicht
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Papst Benedikt XVI. am Mittwoch auf dem Petersplatz: "Vertrauen erneuern"

Rom - Wie schwerwiegend die Ereignisse sind, die sich derzeit im Vatikan abspielen, lässt sich nun erahnen: Zum ersten Mal hat sich Papst Benedikt XVI. am Mittwoch selbst zu der Affäre um die Preisgabe vertraulicher Kirchenstaat-Dokumente geäußert - und die Medien für ihre Berichterstattung angegriffen.

Die Geschichten über die VatiLeaks-Affäre würden ein gänzlich falsches Bild vom Heiligen Stuhl vermitteln, das nichts mit der Realität zu tun habe, sagte Papst Benedikt am Ende seiner wöchentlichen Audienz für Pilger auf dem Petersplatz. Angefeuert von einigen Medien, hätten sich "unbegründete Vermutungen" vervielfacht. Einige Berichte stimmten schlicht nicht.

"Die Ereignisse der vergangenen Tage, in deren Mittelpunkt die Kurie und meine Mitarbeiter standen, haben mein Herz mit Traurigkeit erfüllt", sagte Benedikt. "Ich möchte mein Vertrauen in meine Mitarbeiter erneuern und diejenigen, die am engsten mit mir arbeiten, ermutigen ebenso wie jene, die mir jeden Tag loyal und voller Opferbereitschaft und Bescheidenheit helfen, mein Amt wahrzunehmen."

Die VatiLeaks-Affäre hatte in den vergangenen Wochen für Aufsehen gesorgt: Der päpstliche Kammerdiener Paolo G. - 46 Jahre alt, verheiratet, drei Kinder - soll verbotenerweise vertrauliche Dokumente an die Öffentlichkeit gebracht haben. Hinter G., einem der engsten Mitarbeiter des Papstes, soll eine größere Gruppe von bis zu zwei Dutzend Kirchenmännern stehen. G. wartet nun in einer vatikaneigenen Zelle auf den Entscheid eines kirchenstaatlichen Gerichts, ihm drohen bis zu 30 Jahre Haft.

aar/Reuters/AP

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insgesamt 104 Beiträge
levitian 30.05.2012
Ja klar! Anstatt seinen Sauhaufen auf Vordermann zu bringen, kritisiert er die Medien. Aber was will man von einem alten senilen Mann auch anderes erwarten? Er kann die Realität nicht mehr wahrnehmen.
Zitat von sysopBenedikt XVI. hat sich erstmals persönlich zum Skandal um Geheimnisverrat im Vatikan geäußert - und die Medien kritisiert. Das Bild, das in der Öffentlichkeit vom Heiligen Stuhl verbreitet werde, habe "nichts mit der Realität zu tun", sagte der Papst in Rom. Er selbst sei tief traurig. Papst Benedikt XVI. äußert sich zum Vatileaks-Skandal - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,835974,00.html)
Ja klar! Anstatt seinen Sauhaufen auf Vordermann zu bringen, kritisiert er die Medien. Aber was will man von einem alten senilen Mann auch anderes erwarten? Er kann die Realität nicht mehr wahrnehmen.
G2c 30.05.2012
Seit nunmehr fast 2000 Jahren wird in der Öffentlichekeit ein Bild verbreitet, dass mit der Realität in der RKK nun wirklich nicht das Geringste zu tun hat ...
Zitat von sysopBenedikt XVI. hat sich erstmals persönlich zum Skandal um Geheimnisverrat im Vatikan geäußert - und die Medien kritisiert. Das Bild, das in der Öffentlichkeit vom Heiligen Stuhl verbreitet werde, habe "nichts mit der Realität zu tun", sagte der Papst in Rom. Er selbst sei tief traurig. Papst Benedikt XVI. äußert sich zum Vatileaks-Skandal - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,835974,00.html)
Seit nunmehr fast 2000 Jahren wird in der Öffentlichekeit ein Bild verbreitet, dass mit der Realität in der RKK nun wirklich nicht das Geringste zu tun hat ...
caecilia_metella 30.05.2012
Kritik Kritik (http://de.wikipedia.org/wiki/Kritik) Angriff Angriff (http://de.wikipedia.org/wiki/Angriff) Der SPON-Autoren müssten an Kritik eigentlich ebenso gewöhnt sein wie alle anderen Medien. Aber es macht wohl [...]
Kritik Kritik (http://de.wikipedia.org/wiki/Kritik) Angriff Angriff (http://de.wikipedia.org/wiki/Angriff) Der SPON-Autoren müssten an Kritik eigentlich ebenso gewöhnt sein wie alle anderen Medien. Aber es macht wohl Freude, ein bißchen an dem herumzusägen, was anderen heilig ist?
20InchMovement 30.05.2012
die arme katholische Kirche... Es hat auch nichts mit der Realität zu tun, wenn man pädophile Pfaffen schützt.
die arme katholische Kirche... Es hat auch nichts mit der Realität zu tun, wenn man pädophile Pfaffen schützt.
deus-Lo-vult 30.05.2012
Lieber Papst Benedikt XVI., dann sage ich Ihnen als Katholik, halten Sie nicht stur an längst überholten Dogmen fest, öffnen Sie die katholische Kirche und zeigen Sie mehr Transparenz. Dann brauchen Medien und andere [...]
Zitat von sysopBenedikt XVI. hat sich erstmals persönlich zum Skandal um Geheimnisverrat im Vatikan geäußert - und die Medien kritisiert. Das Bild, das in der Öffentlichkeit vom Heiligen Stuhl verbreitet werde, habe "nichts mit der Realität zu tun", sagte der Papst in Rom. Er selbst sei tief traurig. Papst Benedikt XVI. äußert sich zum Vatileaks-Skandal - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,835974,00.html)
Lieber Papst Benedikt XVI., dann sage ich Ihnen als Katholik, halten Sie nicht stur an längst überholten Dogmen fest, öffnen Sie die katholische Kirche und zeigen Sie mehr Transparenz. Dann brauchen Medien und andere Menschen nicht zu spekulieren! Wenn Sie aber weiter wie ein Diktator herrschen (nicht nur Sie, sondern die katholische Kirche per se), dann werden Sie diese in den verdienten Untergang führen! Das, was die katholische Kirche propagiert und wie die katholische Kirche herrscht, das steht im krassen Gegensatz zu dem, was Jesus gepredigt hat!
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  • Mittwoch, 30.05.2012 – 13:53 Uhr
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