Papst-Entscheidung Tebartz-van Elst kehrt nicht nach Limburg zurück

Franz-Peter Tebartz-van Elst darf nicht in sein Bistum nach Limburg zurückkehren. Diese Entscheidung hat Papst Franziskus im Vatikan verkündet.

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst: Keine Rückkehr nach Limburg
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Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst: Keine Rückkehr nach Limburg


Rom - Es gibt keine Rückkehr für Franz-Peter Tebartz-van Elst in sein Bistum nach Limburg. Diesen Beschluss hat Papst Franziskus im Vatikan bekanntgeben. Zuvor hatten bereits die "Zeit" und "Süddeutsche Zeitung" über die bevorstehende Entscheidung berichtet. Ausschlaggebend dafür ist offenbar nicht allein der Prüfbericht zu den hohen Kosten für den Neubau des Limburger Bischofssitzes. Auch das verlorene Vertrauen der Gläubigen vor Ort beeinflusste wohl die Entscheidung.

Der Papst hatte dem Bischof im Oktober eine Auszeit außerhalb seines Bistums verordnet, nachdem die enorme Steigerung der Baukosten an dessen Limburger Amtssitz bekannt geworden war. Tebartz-van Elst wird die Verantwortung für die auf mindestens 31 Millionen Euro ausgeuferten Kosten zugeschrieben. Die Ausgaben waren von einer Kommission der Bischofskonferenz geprüft worden. Deren Bericht wurde dem Vatikan vorgelegt.

Das Limburger Bistum hatte am Freitag angekündigt, das Vermögen und die Ausgaben der Diözese noch vor der Sommerpause offenzulegen. Als Konsequenz aus dem Limburger Skandal hatten die meisten Diözesen bereits vor Monaten die bischöflichen Vermögenswerte veröffentlicht.

Mehrere Bischöfe hatten zuletzt bereits eine Rückkehr Tebartz-van Elsts in sein Bistum offen bezweifelt. "Es gibt viele Gründe, warum er nicht zurückkommen kann", sagte der Mainzer Bischof Karl Lehmann. Sein Rottenburger Kollege Gebhard Fürst äußerte sich ähnlich: "Ich halte eine Rückkehr für nicht realistisch."

Das Bistum Limburg plant am Nachmittag eine Pressekonferenz. Es wird auch eine zeitnahe Veröffentlichung des Untersuchungsberichtes über das Finanzgebaren von Tebartz-van Elst erwartet.

wit

insgesamt 82 Beiträge
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Seite 1
isegrim der erste 26.03.2014
1. Da hat er sich so eine super teure Wohnung bauen lassen
und jetzt darf er sie nicht beziehen - echt gemein. Worin lag denn sonst der Sinn seines Bischofsamtes?
roflxd 26.03.2014
2.
Sehr gut! Diese Strafe fühlt sich für Tebartz-van Elst, der unbedingt zurück nach Limburg wollte, auch wirklich wie eine Strafe an. Der Papst ist konsequent. Hut ab.
ekel-alfred 26.03.2014
3.
Zitat von sysopDPAFranz-Peter Tebartz-van Elst darf nicht in sein Bistum nach Limburg zurückkehren. Diese Entscheidung wird Papst Franziskus laut Medienberichten in Kürze verkünden. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/tebartz-van-elst-papst-untersagt-rueckkehr-nach-limburg-a-960841.html
Ich höre schon die Sektkorken in Limburg knallen.....die Katholiken werden sich sicher das eine oder andere Gläschen gönnen. Man kann ja zur Kirche stehen wie man will, aber Papst Franziskus macht einen guten Job!
schiller 26.03.2014
4. who cares
Mittlerweile ist die katholische Kirche doch eigentlich keine Nachricht mehr wert. Unsere Werte beziehen wir auf jeden Fall als allerletztes von dieser Institution. Jede Nachricht wertet diesen Verein nur auf und rettet ihn vorübergehend vor dem verdienten Vergessen.
onkendonk 26.03.2014
5. Aber die Badewanne? Was ist mit der Badewanne?
Massgefertigt nach dem Hintern seiner Magnifizenz! Soll das nun alles umsonst gewesen sein? Na ja, dem ist auch zuzutrauen, dass er die gesamte Residenz Stein für Stein abtragen lässt und irgendwo an seiner neuen Wirkungsstätte neu aufbauen lässt. Ich glaube aber kaum, dass er zum Kronleuchterpolieren nach Burkina-Faso abgestellt wird. Die Politik der Kirche war bisher immer so: Aus der Schusslinie nehmen (check), Grass drüber wachsen lassen (check), woanders hin versetzten (check), Buisiness as usual (to do).
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