"Vier bis fünf Jahre" Papst Franziskus rechnet mit nur kurzem Pontifikat

Auf den Tag genau zwei Jahre lang ist Franziskus nun im Amt - aber wie lange noch? Er habe das Gefühl, sein Pontifikat werde eher kurz, sagte der Papst jetzt in einem Interview.

Papst Franziskus über sein Pontifikat: "Vier oder fünf Jahre"
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Papst Franziskus über sein Pontifikat: "Vier oder fünf Jahre"


Vor zwei Jahren wurde Papst Franziskus zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt. Eine überschaubare Zeit - doch offenbar glaubt Jorge Mario Bergoglio, dass er nicht mehr allzu lange Papst sein wird. "Ich habe das Gefühl, dass mein Pontifikat kurz sein wird", sagte Franziskus dem mexikanischen Fernsehsender Televisa. "Vier oder fünf Jahre. Ich weiß nicht. Oder zwei oder drei. Zwei Jahre sind schon vorüber. Ich habe das etwas vage Gefühl, dass mich der Herr für eine kurze Mission ausgewählt hat."

Bereits im August vergangenen Jahres hatte der Papst über einen möglichen Rücktritt gesprochen und auch Gedanken zu seinem Tod geäußert. Damals sagte Franziskus, sollten seine gesundheitlichen Beschwerden überhand nehmen, werde er dem Beispiel seines Vorgängers Benedikt XVI. folgen. Als erster Papst in der Neuzeit war der Deutsche 2013 von seinem Amt zurückgetreten.

Benedikt XVI. habe mit seinem Rücktritt "eine institutionelle Tür geöffnet", sagte der Papst in dem Interview. Der Vorschlag, für Päpste generell eine Altersgrenze von 80 Jahren festzulegen, gefalle ihm aber überhaupt nicht. Die Wahl zum Papst sei eine besondere Gnade, für einige Theologen sei sie sogar ein Sakrament. Obwohl er das nicht so sehe, würde eine Altersgrenze einem Pontifikat ein ungünstiges "Gefühl von Ende" schaffen, sagte Franziskus.

Auf die Frage, ob er gerne Papst sei, antwortete der 78-Jährige: "Es missfällt mir nicht." Er habe aber Lust, irgendwann einmal den Vatikan zu verlassen, ohne erkannt zu werden, "und eine Pizza essen zu gehen". Anstrengend seien für ihn zudem die vielen Reisen. Er reise generell nicht gern und sei lieber zu Hause. Einsam sei er im Vatikan aber überhaupt nicht.

kis/AFP

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stiip 13.03.2013
1. Franziskus
Zitat von sysopDas Konklave ist beendet, Erzbischof Jorge Mario Bergoglio aus Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires ist der neue Papst. Der Nachfolger von Benedikt XVI. wird die unterschiedlichsten Erwartungen an ihn und sein Pontifikat aus der ganzen Welt moderieren müssen. Was denken Sie - kann Papst Franziskus diese Erwartungen erfüllen?
Ich weiß nicht viel über den Herrn Bergoglio, aber die Wahl des Papstnamens lässt ja fast so etwas wie Hoffnung aufkeimen.
shareman 13.03.2013
2. Überraschung
Das ist doch mal eine Überraschung - der Name wurde weniger genannt in den letzten Tagen. Jetzt also ein Südamerikaner!
mattin666 13.03.2013
3. Toll
Gott sei mit Dir!!!
sysop 13.03.2013
4. Papst Franziskus I - kann er die Erwartungen erfüllen?
Das Konklave ist beendet, Erzbischof Jorge Mario Bergoglio aus Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires ist der neue Papst. Der Nachfolger von Benedikt XVI. wird die unterschiedlichsten Erwartungen an ihn und sein Pontifikat aus der ganzen Welt moderieren müssen. Was denken Sie - kann Papst Franziskus I diese Erwartungen erfüllen?
fritzwert 13.03.2013
5. Gesetz gilt wieder
"Wer als Favorit ins Konklave reingeht, kommt als Kardinal wieder raus."
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