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An US-mexikanischer Grenze: Papst beklagt "menschliche Tragödie" der Zwangsmigration

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AP

Papst Franziskus in Ciudad Juárez: "Schreckliche Ungerechtigkeiten"

Papst Franziskus hat an der Grenze zwischen Mexiko und den USA an das Schicksal von Armutsmigranten erinnert. Besonders Jugendliche seien betroffen: "Sie werden wie Kanonenfutter verfolgt und bedroht."

"Wir können die humanitäre Krise nicht leugnen": Mit deutlichen Worten hat Papst Franziskus während eines Aufenthalts an der Grenze zwischen Mexiko und den USA an die Tausenden Armutsmigranten in dieser Region erinnert. Während einer Predigt in der Grenzstadt Ciudad Juárez im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua beklagte er die "schrecklichen Ungerechtigkeiten", die viele Migranten aus Lateinamerika in der Region erleiden müssten.

Jedes Jahr versuchen Zehntausende Menschen, die Grenze zu den USA auf der Flucht von Armut und Gewalt zu überqueren. Viele diese Menschen gerieten in die Hände von Menschenschmugglern und würden "versklavt, verschleppt und erpresst", sagte Franziskus, 79.

Diese Ungerechtigkeit treffe Jugendliche in noch radikalerer Form: "Sie werden wie Kanonenfutter verfolgt und bedroht, wenn sie versuchen, aus der Spirale der Gewalt und der Hölle der Drogen auszubrechen." Die menschliche Tragödie der Zwangsmigration sei heute ein globales Phänomen.

In Ciudad Juárez sprach der Papst vor Zehntausenden Gläubigen, die Stadt galt jahrelang als einer der gefährlichsten Orte der Welt. Der Gottesdient wurde auch live in ein Stadion des benachbarten El Paso im US-Bundesstaat Texas übertragen.

Nach der Messe beendete Franziskus seinen mehrtägigen Besuch in Mexiko und flog zurück nach Rom.

Video von wütendem Papst: Heiliger Vater!

aar/dpa/AFP

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Fläche: 1.964.375 km²

Bevölkerung: 122,273 Mio.

Hauptstadt: Mexiko-Stadt

Staats- und Regierungschef: Enrique Peña Nieto

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