Rede in Rom Papst vergleicht Abtreibungen mit Auftragsmorden

"Ist es gerecht, jemanden umzubringen, um ein Problem zu lösen?" Mit einem streitbaren Vergleich hat sich Papst Franziskus zur Debatte über Schwangerschaftsabbrüche geäußert.

Papst Franziskus
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Papst Franziskus hat Abtreibungen in einer Rede mit Auftragsmorden verglichen. "Aber wie kann ein Akt, der das unschuldige Leben (...) unterdrückt, therapeutisch, zivil oder einfach menschlich sein?", sagte der Pontifex bei seiner Generalaudienz in Rom.

"Ich frage Euch: Ist es gerecht, jemanden umzubringen, um ein Problem zu lösen? Das kann man nicht machen, es ist nicht gerecht, einen Menschen umzubringen, auch wenn er klein ist", sagte der Papst. "Es ist, wie einen Auftragsmörder zu mieten, um ein Problem zu lösen."

Wenn Eltern die Diagnose einer schweren Behinderung ihres ungeborenen Kindes bekämen, bräuchten sie "wahre Nähe" und Solidarität, um ihre Ängste zu überwinden. "Stattdessen bekommen sie hastige Ratschläge, die Schwangerschaft abzubrechen", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Der offiziellen Lehre der katholischen Kirche zufolge ist eine Abtreibung in jedem Fall eine schwere Sünde.

Der Papst hatte erst vor Kurzem mit Äußerungen über Homosexualität weltweit empörte Reaktionen hervorgerufen: Wenn sich Homosexualität schon in der Kindheit zeige, gebe es "viel, das mit Psychiatrie gemacht werden kann, um zu sehen, wie die Dinge liegen", sagte er. Der Vatikan zog diese Äußerung wenig später zurück.

mxw/dpa



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